Hilfe Hinweise zur Benutzung unseres online Kataloges

Katalog: Große Frühjahrsauktion

Auktionstermin: Samstag 23. Mai 2009 um 15 Uhr

Bitte beachten Sie:
Alle Preise beinhalten das Aufgeld von 22 % auf den Zuschlagspreis.

Sortenkurs
0,878 GBP 1 Euro
1,397 USD 1 Euro

Diese Liste liegt auch in weiteren Formaten vor:
Druckbare Version

Katalog durchsuchen:
Anzeige: Herkunft: Sortierung: Einträge pro Seite:
top
Lot: 2
Schwedischer Bildteppich Dieser kleine Bildteppich, kunsthistorisch noch der Arts and Crafts-Bewegung zuzurechnen, entstand 1923 in der Weber-Kooperative Malmöhus Lans Hemslojd in Malmö (Initialen am unteren linken Rand). Der Weber hat seine Initialen "EP" und das Datum unten rechts eingetragen. Das märchenhaft anmutende Muster, in Stil spätmittelalterlicher Bildteppiche, zeigt in der Feldmitte ein rotes, springendes Pferd, das sagenhafte "Backahastar", zwischen zwei dicht belaubten Bäumen, vor einem urwaldartigen Hintergrund. Oben ein dunkelblauer Nachthimmel, in dem Sterne funkeln, und drei sich herabstürzende Vögel. - Auf schwarzen Stoff aufgenäht, gerahmt. Sehr guter Zustand.
Herkunft:
Malmö
Abmessungen:
56 x 103 cm
Alter:
dat. 1923
Resultat:
4.392,00 €
top
Lot: 3
Schahsavan Sumakh Taschenfront Die kleine Sumakh-Front, früher Teil einer Doppeltasche, gehört zu einem seltenen Typus mit Tierbordüre um ein weißes, kastenförmiges Feld mit Oktogonen und weiteren, stilisierten Tieren. Sie fasziniert durch ihren bildhaften Charakter. Der Feldgrund und einige Details des Musters sind aus weißer Baumwolle gewebt. - Seiten neu umwickelt, Enden beschädigt.
Herkunft:
Nordwestpersien, Region Khamseh
Abmessungen:
45 x 47 cm
Alter:
1. H. 19. Jh.
Resultat:
2.562,00 €
Vergleich:
WERTIME, JOHN T., Sumak Bags of Northwest Persia & Transcaucasia. London 1998, Nr. 2
top
Lot: 5
Bordjalou Kazak Ein Bordjalou mit drei hakenbesetzten Hexagonen auf roten Feld, darum verteilt bunte Kästen, Oktogone, Rauten und Rosetten. Die breite, weißgrundige Hauptbordüre mit ihren markanten, halbierten Hakenformen in einer alternierenden Abfolge ist ein unverwechselbares Merkmal dieser Kazak-Gruppe. Durch ihren Zickzack-Rhythmus wirkt sie dynamisch und energiegeladen. Die Nebenborten aus kleinen Dreiecken, voneinander separiert durch rote Diagonalstreifen, kommen in identischer Gestalt auch bei den Pinwheel-Kazaks vor, die außerdem das gleiche Kolorit aufweisen wie dieser Bordjalou. - Seiten und Enden restauriert, Flor stellenweise niedrig, einige genähte Risse.
Herkunft:
Südwestkaukasus
Abmessungen:
203 x 153 cm
Alter:
2. H. 19. Jh.
Resultat:
4.270,00 €
Vergleich:
BAUSBACK, PETER, Alte und antike orientalische Knüpfkunst. Mannheim 1980, TF. S. 20 *** RIPPON BOSWELL, Auktion 64, 20. November 2004, # 149
top
Lot: 6
Epirus Stickerei Dieses sehr schöne Fragment einer griechischen Epirus-Stickerei wurde 2006 bei Sotheby's in London versteigert und ist im Katalog ausführlich besprochen. Ein erstklassiges Sammerstück. - Auf Leinwand genäht und gerahmt.
Herkunft:
Balkan, Nordwestgriechenland
Abmessungen:
18 x 89 cm
Alter:
18. Jh.
Resultat:
3.172,00 €
top
Lot: 7
Aleppo Seidentextil Feines Seidengewebe mit hellrotem Feld, darin Querstreifen in unterschiedlichen Breiten und Farben, besonders auffällig die glitzernden, gold- und silberdurchwirkten Streifen. In der Feldmitte eine Raute. An einem Ende etwas verkürzt, sonst sehr guter Zustand.
Herkunft:
Syrien
Abmessungen:
216 x 74 cm
Alter:
19. Jh.
Resultat:
793,00 €
top
Lot: 8
Chinesischer Seidenbehang Schwarzgrundige chinesische Seidenstickerei aus Seide und Metallfäden, gearbeitet im Querformat. Vermutlich war diese Stickerei, deren ursprüngliche Abmessungen sich wegen der heutigen Einfassung mit einer Litze und wegen der Rahmung unter Glas nicht von uns verifizieren ließen, ein Altarbehang, also ein Antependium. Das Muster aus Drachen in lebhafter Bewegung über einem tosenden Meer ist in zwei Registern unterschiedlicher Höhe ausgeführt. Im deutlich niedrigeren, oberen Fries sind die Drachen in entsprechend kleinerem Maßstab dargestellt. - Guter Zustand.
Herkunft:
China
Abmessungen:
200 x 68 cm
Alter:
2. H. 19. Jh.
Resultat:
12.200,00 €
top
Lot: 9
Osmanische Stickerei Seidenstickerei auf Leinengrund, mit vier großen, blühenden Zweigen in diagonaler Ausrichtung. Diese quadratischen Einschlagtücher wurden in der Türkei zu unterschiedlichen Verwendungszwecken benötigt und sind in einer erstaunlichen Mustervielfalt überliefert. - Gerahmt, leichte Altersspuren, insgesamt guter Zustand.
Herkunft:
Anatolien
Abmessungen:
83 x 81 cm
Alter:
1. H. 19. Jh.
Resultat:
3.050,00 €
top
Lot: 11
Anatolischer Teppich Ein grob geknüpfter Dorfteppich aus Zentralanatolien, der durch die Simplizität seines Musters aus wenigen, wuchtigen Motiven beeindruckt. Im offenflächigen, kamelhaarfarbenen Feld ein hexagonales Medaillon. Die Ecken sind durch ankerförmige Motive in Hellblau und Rot betont. Schmale, dunkelbraune Bordüre mit Rosetten. - Seiten und unterer Kelimabschluß original, am oberen Ende leichte Altersschäden. Guter Zustand.
Herkunft:
Zentralanatolien
Abmessungen:
155 x 119 cm
Alter:
2. H. 19. Jh.
Resultat:
3.660,00 €
top
Lot: 13
Asmalyk Adler Gruppe II Seit den auf genauen Strukturanalysen basierenden Untersuchungen von Rautenstengel und Azadi, veröffentlicht in ihrer Monographie, können die Arbeiten der Adler-Gruppe-Turkmenen von anderen Yomud-Teppichen abgegrenzt werden. Demnach zählt dieser seltene Asmalyk zur Adler-Gruppe II. Ein Vergleichsstück, gestiftet von Irmgard Bidder, der Frau des Sammlers und deutschen Botschafters in China Hans Bidder, befindet sich im Berliner Museum. - Guter Zustand mit den Originalabschlüssen ringsum, sogar einigen Zierfransen am unteren Rand. Lediglich kleinere Gebrauchsspuren, obere Ecken leicht beschädigt.
Herkunft:
Zentralasien, Westturkestan
Abmessungen:
79 x 127 cm
Alter:
2. H. 19. Jh.
Resultat:
2.440,00 €
Vergleich:
PINNER, ROBERT, The Rickmers Collection. Turkoman Rugs. Berlin 1993, Nr. 49
top
Lot: 15
Ninghsia Grob geknüpft und mit weicher Florwolle, hatten die historischen Teppiche Chinas, als sie ab dem 19. Jahrhundert außer Landes gebracht wurden, in den westlichen Ländern, wo sie oft mit wenig Einfühlungsvermögen als dekorative Fußbodenbeläge verwendet wurden, nur eine geringe Überlebenschance. Auch dieser Ninghsia zeigt unübersehbare Spuren unsachgemäßen Gebrauchs. Trotzdem ist er immer noch ein bedeutendes Belegstück für die großartige Teppichkunst Chinas. Mit seinem gelben Laubrankengitter auf blauem Grund, das Päonienblüten verbindet, ähnelt er dem 2005 in Köln ausgestellten und in "Glanz der Himmelssöhne" veröffentlichten "Zadah Päonienrankenteppich". Beide Stücke haben die gleiche Swastika-Mäander-Bordüre, die ohne inneren Begleitstreifen direkt an das Feld grenzt. Der musterfreie, dunkelbraune Rand, der ursprünglich den äußeren Abschluß bildete, fehlt heute. - Starke Abnutzung.
Herkunft:
Westchina
Abmessungen:
241 x 184 cm
Alter:
um 1700
Resultat:
14.640,00 €
Vergleich:
Museum für Ostasiatische Kunst Köln (Hrsg.), Glanz der Himmelssöhne. Kaiserliche Teppiche aus China 1400 – 1750. Texte von Michael Franses und Hans König. London 2005, Nr. 14

Irrtum vorbehalten. RIPPON BOSWELL ist nicht für Übertragungsfehler oder Auslassungen verantwortlich!

Wiesbaden, 9. Dezember 2008

Zur Ergebnisübersicht