Katalog: Große Frühjahrsauktion
Auktionstermin: Samstag 23. Mai 2009 um 15 Uhr
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Alle Preise beinhalten das Aufgeld von 22 % auf den Zuschlagspreis.
| Sortenkurs | |
| 0,878 GBP | 1 Euro |
| 1,397 USD | 1 Euro |
| Lot: 205 | ||
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| Gafsa Kelim | Dieser annähernd quadratische Kelim, ganz aus Wolle gewebt, stammt aus der Oase Gafsa im Südwesten Tunesiens. Weich und schmiegsam in der Textur, eigneten sich solche Kelims nicht zur Verwendung auf dem Fußboden; sie wurden als Decken und als Raumteiler benutzt. Querstreifen mit geometrischen Ornamenten überziehen das hellrote Feld. Zwei breite, weißgrundige Bahnen mit Dromedarkarawanen und menschlichen Figuren verleihen dem Flachgewebe den narrativen Charakter eines Bildes, welches uns anschaulich einen Einblick in die Vorstellungswelt der Weberin gibt. Die weißen Kettfäden sind teils noch mit Bommeln besetzt. - Bis auf einige kleine Löcher gut erhalten. | |
| Herkunft: Nordafrika, Tunesien |
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| Abmessungen: 226 x 207 cm |
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| Alter: um 1900 |
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| Resultat: 2.440,00 € |
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| Vergleich: JUSTIN, VALERIE SHARAF, flat-Woven rugs of the world. Kilim, Soumak, and Brocading. New York 1980, S.128 *** GALERIE SAILER (Hrsg.), Aus der Welt des Kelim. Salzburg 1984, Nr. 1 *** PLÖTZE, KARL-MICHAEL, Welt der Kelims. Barsinghausen 2001, Nr. 106 |
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| Lot: 208 | ||
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| Nordafrikanischer Teppich | Dieser nur in zwei Farben (dunkelbraunes Muster auf hellbraunem Grund) geknüpfte Teppich hat sein genaues Gegenstück in dem 1983 in London bei der Internationalen Orientteppichkonferenz in der Barbican Art Gallery ausgestellten Exemplar, das in "Carpet Magic" publiziert ist. Beide Teppiche entstanden vermutlich in einer algerischen Werkstatt. Ihr Muster ist inspiriert von den damals durch Ausgrabungen und Funde in Ägypten bekannt werdenden Textilien der koptischen Christen. Die braune Farbe des Musters versucht den Purpurton dieser frühchristlichen Stoffe wiederzugeben. - Guter Zustand. | |
| Herkunft: Algerien |
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| Abmessungen: 216 x 144 cm |
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| Alter: Anfang 20. Jh. |
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| Resultat: 1.952,00 € |
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| Vergleich: THOMPSON, JON, Carpet Magic. The art of carpets from the tents, cottages and workshops of Asia. (Ausstellungskatalog Barbican Art Gallery London 1983, S. 157 |
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| Lot: 209 | ||
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| Tekke Torba | Eine klar gezeichnete Sechs-Gül-Torba der Tekke, fein geknüpft aus erstklassiger Wolle, mit samtartig dichtem Flor. Güls mit rautenförmigen Zentren kommen bei Tekke-Torbas nur selten vor. - Bis auf minimale Mottenstellen und leichte Schäden am rechten Rand sehr gut erhalten, ohne Rückseite. | |
| Herkunft: Zentralasien, Westturkestan |
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| Abmessungen: 40 x 113 cm |
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| Alter: Mitte 19. Jh. |
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| Resultat: 3.050,00 € |
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| Vergleich: McMULLAN, JOSEPH V. & REICHERT, DONALD O., The George W. V. and Belle Townsley Smith collection of Islamic Rugs. Springfield, Mass. 1970, Nr. 56 *** RIPPON BOSWELL, The Lesley and Robert Pinner Collection of Turkmen Rugs. Auktion 62, 15. Mai 2004, # 54 |
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| Lot: 214 | ||
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| Luri Khordjin | Zwei Fronten einer auseinandergeschnittenen Doppeltasche. Auf blauem Feld typische Luri-Motive, große Kreuze mit und ohne Rautenzentrum. In den roten Zusatzstreifen am unteren Rand drei Rauten mit gezackter Kontur. - Randschäden, Verschlußleisten in Kelimtechnik erhalten. | |
| Herkunft: Nordpersien, Region Veramin |
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| Abmessungen: a= 78x67, b= 87x64 |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Resultat: 1.403,00 € |
| Lot: 222 | ||
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| Kaukasische Seidenstickerei | Diese schöne kaukasische Seidenstickerei mit einem für ihre Gattung überaus charakteristischen Muster aus Kartuschen, achtstrahligen Sternen und Palmetten um eine zentrale Raute wurde schon bei der Internationalen Orientteppichkonferenz 1999 in Mailand ausgestellt. Die Katalogbeschreibung weist darauf hin, daß seit Schürmann, der solche Stickereien mit milden Pastellfarben als "Surahani" bezeichnete, das Gebiet um Baku als Ursprungsort angenommen wird. - Leichte Altersspuren, in der Feldmitte ein Fleck. Auf Leinwand genäht. | |
| Herkunft: Azerbaidschan, Region Baku |
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| Abmessungen: 95 x 90 cm |
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| Alter: um 1700 |
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| Resultat: 3.660,00 € |
| Lot: 225 | ||
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| Schahsavan Sumakh Mafrasch | Schmalseite einer Mafrasch in Sumakh-Technik, mit einem von der stammeseigenen Tradition der Schahsavanen vollständig abweichenden, turkmenischen Muster im Stil eines Yomud-Tschowals. Eine mögliche Erklärung dafür ist, daß die Weberin einen Tschowal besaß oder kannte, der von Yomuden mitgebracht worden war, die bekanntlich als Seefahrer und Händler das Kaspische Meer überquerten, um ihre Produkte in den Hafenstädten am Westufer anzubieten. Eine Längsseite dieser Mafrasch wurde in "From the Bosporus to Samarkand" veröffentlicht. Ein besonders seltenes Sammlerstück. - Unten etwas reduziert, rechte untere Ecke nachgewebt, leichte Randschäden. | |
| Herkunft: Nordwestpersien, Azerbaidschan |
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| Abmessungen: 43 x 52 cm |
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| Alter: 2. H. 19. Jh. |
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| Resultat: 2.074,00 € |
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| Vergleich: LANDREAU, ANTHONY N. & PICKERING, W. R., From the Bosporus to Samarkand. Flat-Woven Rugs. (Ausstellungskatalog Textile Museum) Washington, D.C. 1969, Nr. 38 |
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| Lot: 226 | ||
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| Gaschgai Vorratsack | Ein seltener Vorratsack der Gaschgai-Nomaden, gewebt in Sumakh-Technik, mit buntem Querstreifenmuster und weißgrundiger Sternbordüre. - Vollständig erhalten mit den originalen Abschlüssen ringsum. | |
| Herkunft: Südwestpersien, Fars |
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| Abmessungen: 73 x 66 cm |
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| Alter: um 1900 |
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| Resultat: 2.196,00 € |
| Lot: 228 | ||
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| Chinesische Mandarin Rangabzeichen | Zwei "Rank Badges" mit dem gleichen Muster wie das vorhergehende Los. Stilstisch und farblich etwas voneinander abweichend, gehören sie nicht zusammen. Beide sind Vorderseiten, also vertikal geteilt (heute wieder zusammengenäht. - Leichte Altersspuren, insgesamt aber gut erhalten. | |
| Herkunft: China |
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| Abmessungen: a=27x30cm, b=29x30cm |
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| Alter: 18. Jh. |
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| Resultat: 396,50 € |
| Lot: 229 | ||
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| Tibetische Satteldecke | Im dunkelblauen Feld dieser aus zwei Teilen zusammengesetzten Satteldecke zwei Medaillons. Viertelausschnitte analoger, aber unterschiedlich gemusterter Medaillons in den Ecken, darum blühende Zweige. Die Mäanderranke in der hellbraunen Bordüre ist mit Päonien besetzt. - Guter Zustand. | |
| Herkunft: Südtibet |
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| Abmessungen: 134 x 67 cm |
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| Alter: Anfang 20. Jh. |
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| Resultat: 610,00 € |
| Lot: 230 | ||
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| Tibetische Satteldecke | Tibetische Satteldecken wurden fast immer aus zwei separat geknüpften Hälften zusammengesetzt und dann auf eine Unterlage genäht. Beide Hälften zusammen ergeben ein spiegelsymmetrisches Muster, hier ein Kreismedaillon auf nachtblauem Grund, umgeben von blühenden Zweigen. In der grünen Bordüre Päonienblüten, verbunden durch eine Ranke in Blautönen. - Guter Zustand. | |
| Herkunft: Südtibet |
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| Abmessungen: 126 x 65 cm |
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| Alter: frühes 20. Jh. |
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| Resultat: 610,00 € |
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Wiesbaden, 9. Dezember 2008

