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Katalog: Große Herbstauktion
Auktionstermin: Samstag 05. Dezember 2009 um 15 Uhr
Bitte beachten Sie:
Alle Preise beinhalten das Aufgeld von 22 % auf den Zuschlagspreis.
| Sortenkurs | |
| 0,902 GBP | 1 Euro |
| 1,486 USD | 1 Euro |
| Lot: 192 | ||
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| Pinwheel Kazak | Bei der Beharrlichkeit, mit der die Dorfbevölkerung Transkaukasiens an altüberlieferten Mustern festhielt, verwundert es nicht, daß "Pinwheel"-Kazaks mit diesem prägnanten Muster aus spiralbesetzten, dunkelblauen Kästen, diagonalen, grünen Drachenabstraktionen und weißen Rosetten bis weit ins 20. Jahrhundert geknüpft wurden. Vor ungefähr dreißig Jahren ist die Produktion des heute besonders beliebten und gesuchten Typus' sogar in Anatolien wieder aufgenommen worden. - Der große Umfang der Teppichgruppe wurde erst nach dem Fall der Grenzbarrieren erkennbar. Beim Vergleich der publizierten Exemplare werden ästhetische und materielle Unterschiede deutlich, die eine Datierung ermöglichen: in der Raumaufteilung, der Musterbalance, bei den Farben, der Knüpfstruktur und dem verwendeten Wollmaterial. Das hier angebotene, bisher unpublizierte Stück aus einer deutschen Sammlung wurde um 1900 im Berliner Kunsthandel erworben. Die Qualität der Farben und die klassische Komposition lassen eine frühe Datierung (vermutlich 1. Hälfte 19. Jh.) zu. Vielleicht nicht ganz so alt wie die Pinwheel-Kazaks in den Sammlungen McMullan und Kirchheim, steht dieser Kazak auf einer Stufe mit dem Stück im Berliner Museum oder einem 1991 von Herrmann ausgestellten Exemplar. - Schirazi und oberer Abschluß original, unten etwas reduziert. Flor mit leichten Gebrauchsspuren. | |
| Herkunft: Südwestkaukasus |
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| Abmessungen: 258 x 184 cm |
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| Alter: 1. H. 19. Jh. |
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| Resultat: 30.500,00 € |
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| Vergleich: McMULLAN, JOSEPH V., Islamic Carpets. New York 1965, Nr. 53 *** KIRCHHEIM, E. HEINRICH, Orient Stars. Eine Teppichsammlung. Stuttgart & London 1993, Nr. 16 *** Spuhler, Friedrich, Die Orientteppiche im Museum für Islamische Kunst Berlin. München 1987, Nr. 108 *** Herrmann, Eberhart, Asiatische Teppich- und Textilkunst 3. München 1991, Nr. 17 |
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| Lot: 194 | ||
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| Senneh Kelim | Ein feiner Senneh-Kelim mit braunrotem Feld, darin ein großes, hellblaues Rautenmedaillon mit weißem Zentrum. Das dichte Herati-Muster, welches sich über die gesamte Fläche des Innenfeldes erstreckt, ist überaus typisch für diese Gruppe kurdischer Flachgewebe. In der safrangelben Hauptbordüre eine abstrahierte Blütenranke. - Minimale Gebrauchsspuren, insgesamt guter Zustand. | |
| Herkunft: Nordwestpersien, Kurdistan |
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| Abmessungen: 187 x 130 cm |
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| Alter: ca. 1880 |
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| Resultat: 1.830,00 € |
| Lot: 195 | ||
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| Luri Khordjin Hälfte | Hälfter einer Khordjin, die Vorderseite mit Vertikalstreifen, die mit Ranken gemustert sind, Rückseite gestreifter Kelim. - Verschlußleiste oben erhalten, seitliche Vernähungen gelöst, guter Zustand. | |
| Herkunft: Westpersien, Luristan |
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| Abmessungen: 53 x 53 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Resultat: 1.120,00 € |
| Lot: 197 | ||
|---|---|---|
| Sharkoy Kelim | Beide Enden etwas reduziert, einige nachgewebte Stellen. | |
| Herkunft: Südosteuropa, Thrazien |
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| Abmessungen: 194 x 131 cm |
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| Alter: 2. H. 19. Jh. |
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| Resultat: 4.514,00 € |
| Lot: 198 | ||
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| Kaschmir Shawl | Ein großer Kaschmir-Shawl aus Frankreich mit kompliziertem, exakt symmetrischen Muster aus riesigen Ranken und schwungvollen Botehs um ein schwarzgrundiges, spitzovales Zentralmotiv. Sehr fein gewebt in der Lancé-Technik. Aufgrund der eingewebten Signatur "FM" in allen vier Ecken läßt sich dieses prachtvole Umschlagtuch als Arbeit der Pariser Fabrik von Fortier und Maillard, die 1852 gegründet worden war, identifizieren. Nach dem Stil der Harlekin-Säume ist der Shawl um 1860 entstanden. – Guter Zustand. | |
| Herkunft: Frankreich, Paris |
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| Abmessungen: 352 x 149 cm |
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| Alter: ca. 1860 |
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| Resultat: 1.120,00 € |
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| Vergleich: LÉVI - STRAUSS, MONIQUE, Cashmere. Tradition einer Textilkunst. Berlin 1986, S. 184 |
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| Lot: 199 | ||
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| Kermina Nim Susani | Die frühe Nim-Susani, gearbeitet ohne Nebenbordüren, stammt aus Kermina. Im Feld sind kleine, aus vier Kreisen zusammengesetzte Blüten in ein filigranes Gitter eingelassen. Diese spezifische Blütenform gehörte auch zum Formenrepertoire der Bochara-Susanis, in der Farbstellung mit blauen und graubraunen Segmenten kommt sie aber nur in Kermina vor. - Aufgenäht und auf einem Holzrahmen. Der ursprüngliche Zierbesatz aus Seidenfransen ist noch erhalten. Obere rechte Ecke beschädigt, dort ist das Grundgewebe an mehreren Stellen zerrissen. | |
| Herkunft: Zentralasien, Usbekistan |
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| Abmessungen: 162 x 104 cm |
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| Alter: 1. H. 19. Jh. |
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| Resultat: 4.026,00 € |
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| Vergleich: HASSON, RACHEL, Flowering Gardens Along the Silk Road. Embroidered Textiles from Uzbekistan. Jerusalem 2001, Tf. S. 36 *** HERRMANN, EBERHART, Seltene Orientteppiche 9. München 1987, Nr. 92 |
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| Lot: 202 | ||
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| Moghan Galerie | Ein extrem seltener Teppich im Galerieformat, über dessen in mehreren Braunschattierungen abraschiertes Feld sich ein hellblaues Geflecht diagonaler, auf die Mittelachse bezogener Linien erstreckt, das wahrscheinlich einen Lebensbaum symbolisiert. Verschiedene Tiere, Rauten, Quadrate, Rosetten und auch Kämme sind über den Grund verteilt, das Muster nimmt nach oben hin an Dichte zu. Herrmann, der eines der wenigen Vergleichsstücke veröffentlicht hat, interpretiert das Muster als "Himmelsleiter". Das hohe Alter dieses Teppichs, der möglicherweise eine Arbeit der Moghan-Schahsavanen ist, läßt sich nicht nur an seiner materiellen Qualität und der Klarheit seiner Farben ablesen, sondern auch am archaischen Stil der breiten Bordüre. - Sehr gut erhalten, ringsum Originalabschlüsse. | |
| Herkunft: Südostkaukasus |
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| Abmessungen: 321 x 100 cm |
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| Alter: um 1800 oder früher |
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| Resultat: 63.440,00 € |
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| Vergleich: HERRMANN, EBERHART, Asiatische Teppich- und Textilkunst 4. München 1992, Nr. 55 |
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| Lot: 207 | ||
|---|---|---|
| Khotan | Vollständig erhalten mit den Originalabschlüssen ringsum, kleinere Reparaturen, Flor stellenweise etwas niedrig. | |
| Herkunft: Zentralasien, Ostturkestan |
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| Abmessungen: 145 x 96 cm |
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| Alter: 1. H. 19. Jh. |
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| Resultat: 7.320,00 € |
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| Vergleich: SCHÜRMANN, ULRICH, Central-Asian Rugs. Frankfurt 1969, Nr. 96 *** HERRMANN, EBERHART, Asiatische Teppich- und Textilkunst 4. München 1992, Nr. 110 |
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| Lot: 209 | ||
|---|---|---|
| Mafrasch Seitenteil | Schmalseite einer Mafrasch in Sumakh-Technik, mit drei Querstreifen gleicher Breite in Rot und Blau, darin mythologische Vögel. Wertime bildete ein Vergleichsstück ab. - Leichte Altersspuren, guter Zustand. | |
| Herkunft: Südostkaukasus, Region Baku |
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| Abmessungen: 62 x 55 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Resultat: 1.586,00 € |
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| Vergleich: WERTIME, JOHN T., Sumak Bags of Northwest Persia & Transcaucasia. London 1998, Nr. 100 |
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| Lot: 211 | ||
|---|---|---|
| Ninghsia Sitzteppich | Dieser kleine Sitzteppich mit einem Scheibenmedaillon auf gelbem Feld und blauen Lotusranken in den Ecken, die auf die Mitte ausgerichtet sind, gearbeitet ohne Bordüren, strahlt perfekte Harmonie aus - ein Merkmal früher chinesischer Teppiche. Nach seinem Zeichenstil könnte dieses Stück in der Regierungszeit von Kaiser Yongzheng (1723 - 1736) entstanden sein, jedoch sind die wenigen erhaltenen Beispiele aus dieser Epoche sehr fein geknüpft, was bei unserem Sitzteppich nicht zutrifft. Er könnte somit etwas später entstanden sein, noch im Stil der vorhergehenden Zeit. - Alters- und Gebrauchsspuren, an beiden Enden etwas reduziert. | |
| Herkunft: Westchina |
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| Abmessungen: 53 x 58 cm |
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| Alter: 18. Jh. |
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| Resultat: 5.490,00 € |
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| Vergleich: Museum für Ostasiatische Kunst Köln (Hrsg.), Glanz der Himmelssöhne. Kaiserliche Teppiche aus China 1400 – 1750. London 2005, Nr. 25 |
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Wiesbaden, 9. Dezember 2008

