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Katalog: Große Frühjahrsauktion

Auktionstermin: Samstag 29. Mai 2010 um 15 Uhr

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Sortenkurs
0,836 GBP 1 Euro
1,328 USD 1 Euro

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Salor Behang Lot: 1
Salor Behang Dieser große Schmuckbehang der Saloren mit zwei Dawarza-Güls und Kedschebe-Muster ist eines der ältesten erhaltenen Stücke seiner Art. Er kann ins 18. Jahrhundert datiert werden, aber auch noch älter sein. Die Komposition wirkt weiträumiger als bei anderen bekannten Exemplaren (zum Beispiel beim Coury- und beim Wiedersperg-Salor), die Dawarza-Güls sind stärker vertikal ausgerichtet als üblich, die acht charakteristischen Zapfenformen darin sind konzentrisch auf das Gülzentrum ausgerichtet und nicht, wie bei den meisten anderen Stücken, oben und unten parallel aufgereiht. Ein anderer Salor-Behang mit diesen Merkmalen wurde 1909 von Neugebauer und Orendi veröffentlicht. - Ringsum beschnitten, Teile der Bordüre und der Elemstreifen fehlen. Stark beschädigt und abgetreten.
Herkunft:
Zentralasien, Westturkestan
Abmessungen:
69 x 199 cm
Alter:
vor 1800
Resultat:
43.920,00 €
Vergleich:
NEUGEBAUER, RUDOLF & ORENDI, JULIUS, Orientalische Teppichkunde. Leipzig 1909, TF. 14 *** SCHÜRMANN, ULRICH, Central-Asian Rugs. Frankfurt 1969, Nr. 6 und 7 *** MACKIE, LOUISE & THOMPSON, JON, Turkmen. Tribal Carpets and Traditions. Washington D.C. 1980, Nr. 14
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Usbek Behang Lot: 2
Usbek Behang Ein geknüpfter Schmuckbehang der Usbeken mit einem seltenen Feldmuster im Ikat-Stil: drei Querbahnen, darin versetzt angeordnete, halbierte Zackenrauten in Braunrot, Weiß, Nachtblau, Sandgelb, Hellbraun und Hellblau. Die hellblauen Motive sind in Seide gearbeitet. In der schmalen, blaugrundigen Bordüre rote Sterne. - Unten etwas reduziert, sonst guter Zustand.
Herkunft:
Nordafghanistan
Abmessungen:
36 x 122 cm
Alter:
um 1900
Resultat:
768,60 €
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Bachtiari Pferdedecke Lot: 7
Bachtiari Pferdedecke Pferdedecke der Bachtiaren aus zwei in der Feldmitte zusammengesetzten, separat gewebten Hälften, in der typischen Mischtechnik mit geknüpften Querstreifen auf weißen Kelimgrund. Wegen der Darstellung stilisierter, menschlicher Figuren in einem Fries am unteren Ende wurde die Decke vermutlich für eine Hochzeit angefertigt. Im Katalog der ICOC in Philadelphia wurde eine ähnliche Decken den Gaschgai zugeschrieben. - Vollständig erhalten, guter Zustand.
Herkunft:
Westliches Zentralpersien
Abmessungen:
159 x 136 cm
Alter:
um 1920
Resultat:
1.708,00 €
Vergleich:
DODDS, DENNIS & EILAND, MURRAY L., Jr. (Hrsg.), Oriental Rugs From Atlantic Collections. Philadelphia 1996, Nr. 283, S. 229
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Tschelaberd Lot: 8
Tschelaberd Zwei mächtige Strahlenmedaillons, in der Mitte getrennt durch eine schmale, gezahnte Querleiste, füllen das hellrote Feld fast vollständig aus. Grob geknüpft und mit abwechselnd roten und braunen Schüssen, entstand dieser „Adler-Kazak“ im Karabagh-Gebiet. Er befand sich früher in der Sammlung Danker, Wiesbaden. - Originalschirazi stellenweise repariert, Enden etwas verkürzt. Mehrere alte Restaurationen, insgesamt guter Zustand.
Herkunft:
Südkaukasus, Region Karabagh
Abmessungen:
203 x 155 cm
Alter:
2. H. 19. Jh.
Resultat:
6.100,00 €
Vergleich:
TABIBNIA, MOSHE, Kazak del XIX Seculo. Mailand 1995, Tf. 30
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Kazak Lot: 10
Kazak Ein seltener Kazak, der keiner der etablierten Mustergruppe angehört. Im dunkelgrünen, abraschierten Feld ein zentrales, lachsrotes Hexagon, darum angeordnet bunte Rauten. Überbreite Bordürenzone mit zwei Hauptbordüren, die gezackte Diagonalblätter und Pfeilornamente auf rotem und königsblauem Grund enthalten, begleitet von zwei reziproken Zinnenborten. - Ringsum Originalabschlüsse, Braun stark korrodiert, Trittfalten, Flor stellenweise niedrig.
Herkunft:
Südwestkaukasus
Abmessungen:
223 x 169 cm
Alter:
Mitte 19. Jh.
Resultat:
4.880,00 €
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Azeri Kelim Lot: 13
Azeri Kelim Ein großer, einteiliger Schlitzkelim aus dem südlichen Kaukasus mit hermetisch dichtem Rapportmuster aus Hexagonen in ständig wechselnden Farben, darin Rauten mit polygonbesetzten Konturen. Die schmale, weißgrundige Bordüre geht an den Längsseiten fließend ins Feldmuster über, während sie an den Schmalseiten durch eine rot-weiße Trennungslinie davon abgesetzt ist. - Einige Flecken, gestopfte Stellen. An beiden Enden sind die Kettfäden breit abgeflochten.
Herkunft:
Südkaukasus, Azerbaidschan
Abmessungen:
255 x 190 cm
Alter:
2. H. 19. Jh.
Resultat:
1.769,00 €
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Ninghsia Säulenteppich Lot: 17
Ninghsia Säulenteppich Dieser Säulenteppich aus Ninghsia, der für eines der Klöster im Westen Chinas angefertigt wurde, zeigt eine seltene Form des Drachens mit gefiederter Schwanzspitze. Das bei Herrmann abgebildete Exemplar ist im gleichen Stil gezeichnet, jedoch weniger detailliert in seiner Ornamentik und deshalb vielleicht später entstanden. - Deutliche Gebrauchsspuren, Flor stellenweise stark abgetreten, am oberen Ende reduziert.
Herkunft:
Westchina
Abmessungen:
256 x 155 cm
Alter:
um 1800
Resultat:
4.880,00 €
Vergleich:
HERRMANN, EBERHART, Seltene Orientteppiche 8. München 1986, Nr. 120
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Tibetische Meditationsmatte Lot: 18
Tibetische Meditationsmatte Eine sehr kleine Meditationsmatte mit Schachbrettmuster in Beige und Dunkelbraun, darum eine Mäanderborte. - Leichte Gebrauchsspuren, ringsum mit einer alten Stoffeinfassung.
Herkunft:
Südtibet
Abmessungen:
40 x 69 cm
Alter:
um 1900
Resultat:
610,00 €
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Ninghsia Fragment Lot: 19
Ninghsia Fragment Fragment eines Sitzbankläufers mit goldgelbem Feld und Wolkenmedaillons in einer versetzten Anordnung, in der lachsroten Bordüre tropfenförmige Perlen. Die langen Sitzbankläufer wurden oft bereits vor dem Export aus China in Teilstücke zerschnitten und mit neuen Abschlußbordüren versehen, um den Fragmenten das Aussehen vollständiger Teppiche zu geben. - Hochflorig erhalten.
Herkunft:
Westchina
Abmessungen:
163 x 68 cm
Alter:
Ende 19. Jh.
Resultat:
427,00 €
Vergleich:
LARSSON JR., LENNART, Carpets from China, Xinjiang & Tibet. London 1988, Nr. 51
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Chinesiche Seidenstickerei Lot: 20
Chinesiche Seidenstickerei Ein kostbares, aus zwei Bahnen zusammengesetztes Seidentextil mit spiegelbildlichem Muster in feiner Seiden- und Goldfadenstickerei. In der Mitte zwölf kleine, kreisrunde Drachenmedaillons; am oberen und unteren Ende ein breiter Fries, in dem zwei große, schlangenförmig gewundene Drachen mit goldenen Leibern auf der Jagd nach der vor ihnen schwebenden Feuerperle sind. Sie fliegen durch Wolken, unter ihnen schäumt das Meer um den heiligen Berg Meru. Da seitliche Bordüren fehlen, könnte das Textil aus einem ursprünglich längeren Bildstreifen stammen. Die Ränder sind mit einer breiten Stoffleiste aus Goldbrokat eingefaßt. - Sehr guter Zustand.
Herkunft:
China
Abmessungen:
103 x 145 cm
Alter:
18. / 19. Jh.
Resultat:
2.562,00 €

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Wiesbaden, 9. Dezember 2008

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