Katalog: Große Frühjahrsauktion
Auktionstermin: Samstag 29. Mai 2010 um 15 Uhr
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Alle Preise beinhalten das Aufgeld von 22 % auf den Zuschlagspreis.
| Sortenkurs | |
| 0,800 GBP | 1 Euro |
| 1,268 USD | 1 Euro |
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Lot: 129 | |
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| Azeri Khordjin | Kleine Doppeltasche mit geknüpften Vorderseiten, darin Tierdarstellungen in zwei Querbahnen, umrahmt von einer Schrägstreifenborte. Der Mittelsteg, in Kelimtechnik, ist mit Diagonalstreifen gemustert. - Alters- und Gebrauchsspuren. | |
| Herkunft: Südkaukasus, Azerbaidschan |
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| Abmessungen: 112 x 43 cm |
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| Alter: um 1900 |
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| Resultat: 976,00 € |
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Lot: 131 | |
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| Westanatolischer Teppich | Auf schwarzbraunem Feld ein Rapportmuster im geometrischen Stil. Gelbe Arabesken sowie rote und grüne Palmetten sind durch hakenbesetzte Zweige miteinander verbunden. In der weißgrundigen Bordüre stehen herzförmige Ornamente. Irgendwo in Westanatolien, aber weder im Bergama- noch im Uschak-Gebiet entstanden, gehört dieses sehr seltene Stück zu einer Teppichgruppe, bei der ein Bordürenmuster ins Feld gewandert ist. Bordüren mit den hier vorkommenden Ornamenten finden sich zum Beispiel bei den Ghirlandaio „Keyhole“-Teppichen. Die früheste Darstellung eines anatolischen Teppichs, bei dem im Feld ein Bordürenmuster vorkommt, findet sich auf dem 1547 datierten Familienportrait König Heinrichs VIII im Hampton Court Palast. Wie so oft bei antiken Teppichen aus Anatolien, können die auf den ersten Blick wie stark stilisierte Floralmuster wirkenden Formen auch als Tierabstraktionen interpretiert werden, was bedeutet, daß eine ältere anatolische Tradition sozusagen getarnt weiterexistierte. - Der Teppich war früher quer durchtrennt und wurde kürzlich wieder zusammengefügt, wobei heute von der ursprünglichen Gesamtlänge entweder gar nichts oder nur ein verschwindend geringer Teil fehlt. Die beschädigten Ränder sind mit rotem Stoff hinterlegt, diverse nachgeknüpfte Stellen. | |
| Herkunft: Westanatolien |
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| Abmessungen: 238 x 163 cm |
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| Alter: frühes 17. Jh. |
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| Resultat: 23.180,00 € |
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Lot: 132 | |
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| Pinwheel Kazak | Die gegen Ende des 19. Jahrhunderts geknüpften Pinwheel-Kazaks mit diesem unverwechselbaren Muster sind kleiner und quadratischer in den Abmessungen als ihre Vorläufer. - Mehrere restaurierte und nachgeknüpfte Stellen, Schirazi original, Enden etwas reduziert. | |
| Herkunft: Südwestkaukasus |
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| Abmessungen: 202 x 162 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Resultat: 14.640,00 € |
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| Vergleich: TABIBNIA, MOSHE, Kazak del XIX Seculo. Mailand 1995, Tf. 2 |
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Lot: 134 | |
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| Chondzoresk | Ein Chondzoresk mit zwei großen, oktogonalen Medaillons auf hellrotem Feld, in den Oktogonen die charakteristischen Schlangenlinien, konzentrisch um ein zentrales Rechteck angeordnet. Diese Ornamente wurden früher als Wolkenbänder interpretiert, deren Ursprung aus China man als gegeben ansah. Nach neueren Erkenntnissen sind die Schlangenlinien aber stilisierte Tierformen, vermutlich Drachen. - Enden etwas reduziert, Seiten original. Leichte Gebrauchsspuren im Flor. | |
| Herkunft: Südkaukasus, Region Karabagh |
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| Abmessungen: 220 x 159 cm |
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| Alter: um 1880 |
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| Resultat: 3.660,00 € |
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| Vergleich: EDER, DORIS, Orientteppiche. Band 1: Kaukasische Teppiche. München 1979, Nr. 83 *** SPUHLER, FRIEDRICH, KÖNIG, HANS & VOLKMANN, MARTIN, Alte Orientteppiche. Meisterstücke aus deutschen Privatsammlungen. München 1978, Nr. 59 |
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Lot: 137 | |
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| Sultanabad | Ein weißgrundiger Teppich im Überformat, mit weiträumig konzipiertem Rapportmuster aus Blüten, Palmetten, Sichelblättern und großen, S-förmig geschwungenen Bändern, ausgeführt in Pastelltönen. Dieser Teppich stammt aus den Ziegler-Werkstätten in Sultanabad. Er war ursprünglich deutlich breiter, aber die Haupt- und die Außenbordüre wurden irgendwann entfernt, um den Teppich einem bestimmten Raummaß anzupassen. - Leichte Gebrauchsspuren, insgesamt guter Zustand. | |
| Herkunft: Westpersien, Region Arak |
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| Abmessungen: 748 x 334 cm |
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| Alter: ca. 1880 |
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| Resultat: 61.000,00 € |
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Lot: 138 | |
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| Bassiri Sofreh | Dieser seltene, quadratische Kelim mit einem großzügig entworfenen Rapportmuster aus Rauten in hellen, fröhlichen Farben ist bei den Bassiri in der Provinz Fars entstanden. Er diente wahrscheinlich als Unterlage bei den Mahlzeiten (Sofreh). - Vollständig erhalten, guter Zustand. | |
| Herkunft: Südwestpersien, Fars |
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| Abmessungen: 128 x 117 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Resultat: 4.392,00 € |
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Lot: 139 | |
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| Rölakan Täcke | Dieses bildschöne, aus zwei Bahnen zusammengesetzte Flachgewebe in Rölakan-Technik ist eine Bröllops-Täcke, also die Bettdecke für ein Brautpaar. Sie stammt aus dem Gärds- oder Villand-Distrikt in Nordost-Skåne. Eingefügt in das Muster und über die gesamte Fläche des Feldes verteilt, sind kleine, detailliert gezeichnete, männliche und weibliche Figuren in ihrer traditionellen Tracht. Sehr fein gewebt, klare leuchtende Farben, ein Meisterstück schwedischer Volkskunst. - Sehr guter Zustand. | |
| Herkunft: Südschweden, Skåne-Distrikt |
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| Abmessungen: 183 x 130 cm |
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| Alter: 1. H. 19. Jh. |
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| Resultat: 5.612,00 € |
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| Vergleich: BAUSBACK, PETER, Antike Teppiche. Sammlung Franz Bausback 1987/88. Mannheim 1987, S.17 *** WILLBORG, PETER, Skånsk Allmogevävnad 1700-1850. Stockholm 1989, Nr. 42 *** HANSEN, VIVEKA, Swedish Textile Art. Traditional Marriage Weavings From Scania. The Khalili Collection. London 1996, Nr. 48 |
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Lot: 144 | |
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| Yomud Hauptteppich | Große Kepse-Güls in leuchtend bunten Farben bedecken als dichtes Rapportmuster das auberginegrundige Feld, in der Hauptbordüre eine turkmenische Wellenranke. Wie oft bei antiken Hauptteppichen, sind die geknüpften Elems unterschiedlich gemustert. Geknüpft im symmetrischen Knoten, ist der Teppich vermutlich bei den Yomuden entstanden, obwohl seine Farben und bestimmte stilistische Merkmale an Tschaudor-Arbeiten erinnern. - Ringsum Originalabschlüsse, Seiten leicht beschädigt. Einige Trittfalten und kleinere Reparaturen. | |
| Herkunft: Zentralasien, Westturkestan |
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| Abmessungen: 309 x 173 cm |
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| Alter: Mitte 19. Jh. |
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| Resultat: 9.760,00 € |
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Lot: 150 | |
|---|---|---|
| Veramin Kelim | Ein solide gewebter Kelim aus der Region Veramin mit einem Rapportmuster aus Hexagonen, die mit gezackten Formen gefüllt sind. - Guter Zustand. | |
| Herkunft: Nordpersien |
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| Abmessungen: 360 x 170 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Resultat: 1.830,00 € |
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Lot: 151 | |
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| Erzerum Kelim | Mit deutlich größeren Abmessungen als üblich und einem seegrünen, hexagonalen Rautenmedaillon auf rotem Grund, das abstrahierte Blüten enthält, ist dieser kurdische Kelim aus der ostanatolischen Region um Erzerum eine Seltenheit, denn die meisten uns überlieferten Exemplare dieser Provenienz sind kleinformatige Gebetskelims. Stark stilisierte Bäume und Ranken umgeben das Medaillon, Baumformen schmücken die breite maisgelbe Bordüre. Vier dünne weiße Säulen, die auf das Zentralmotiv zulaufen, zeigen entfernt den Einfluß höfisch-osmanischer Vorbilder. Diverse nachgewebte Stellen, jetzt in gutem Zustand. | |
| Herkunft: Ostanatolien |
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| Abmessungen: 278 x 170 cm |
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| Alter: Mitte 19. Jh. |
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| Resultat: 4.880,00 € |
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Wiesbaden, 9. Dezember 2008











