Prof. Dr. Erich Menzel 1918 - 1999

Professor Erich Menzel ist vielen Turkmenenfreunden als Sammler der ersten Generation in guter Erinnerung. Seit der Gründung des „Loges“ Kreises (Anfang der 1970er Jahre) ist er beharrlich auf dem turkmenischen Pfad gewandert, hat mit seinen Freunden – unter anderen mit Robert Pinner - heftig nach neuen Erkenntnissen geschürft, kontrovers diskutiert und auch in den frühen Jahren von ORR und HALI einiges publiziert.

Für ihn fungierte die textile Welt der zentralasiatischen Nomaden als kreatives und spirituelles Pendant seines Berufsfeldes, das er in Lehre und Forschung an den Universitäten in Danzig, Tübingen, Darmstadt und Braunschweig ausübte. Dabei war seine Frau Dr. Christel Menzel-Kopp eine verständnisvolle, engagierte Begleiterin – sowohl auf naturwissenschaftlicher als auch auf der textil–analytischen Seite.

Beide haben die turkmenische Textilkunst als Quelle erbaulicher Restauration wahrgenommen – immer getragen von respektvoller Würdigung des künstlerischen Potential der Knüpferinnen, die uns wohl auch „ein Stück ihrer Seele“ als sichtbares Vermächtnis hinterlassen haben. Es war der Wunsch des Sammler-Ehepaares Menzel, daß ihre Stücke dereinst in „gute Hände“ gelangen und so weiterhin positiv anregend wirken können.

Dr. Karl Heiz Geib
Gifhorn, im Juli 2011

Zu den Losen der Sammlung Menzel