Katalog: Große Frühjahrsauktion
| Lot: 91 | ||
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| Konya | "Diesen leider nicht mehr vollständigen Teppich darf man als naiv bezeichnen. Würde er nicht den Schluß der mit über fünfzig Beispielen heute wohl umfangsreichsten Sammlung solcher Teppiche bilden, so könnte man ihn vielleicht gerechter bewundern." (Text Friedrich Spuhler) Das fliesenartige Muster aus farblich geviertelten Rauten, deren Spitzen sich berühren, bringt interessante Reziprokeffekte hervor: wer sich auf die Mittelachse konzentriert, sieht schräggestellte, rote Balkenkreuze. In den relativ breiten Freiraum zu den Feldseiten hat die Knüpferin winzige Polygonen und ein Amulett gesetzt. (Kommentar Rippon Boswell). |
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| Herkunft: Zentralanatolien |
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| Abmessungen: 173 x 96 cm |
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| Alter: frühes 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 1.000,00 € |
| Lot: 92 | ||
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| Ladik Galerie | "Zur Beschreibung möchte ich hier auf eine ursprünglichere Version bei Fragment Tafel 179 verweisen. Als typische Werkstattarbeit legte man eindeutigen Wert auf die exakte Wiederholung der 'Medaillonformen' und die regelmäßige Anbringung allen Beiwerks. Der Kolorit ist trotz der Kontraste rot-blau-gelb als wenig aggressiv zu bezeichnen." (Text Friedrich Spuhler) Durch ihr "Tulpen"-Muster steht diese aus Ladik stammende Galerie, die schon 1985 von Herrmann publiziert wurde, in enger Verbindung zur osmanischen Hofkunst. Sie könnte als Auftragsarbeit für einen Provinzbeamten oder anderen Würdenträger angefertigt worden sein und ist eindeutig älter als das Fragment OS-179, welches als Werk der Volkskunst zu bewerten ist und später entstanden sein dürfte (Kommentar Rippon Boswell). |
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| Herkunft: Zentralanatolien, Region Konya |
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| Abmessungen: 413 x 127 cm |
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| Alter: 18. Jh. |
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| Schätzpreis: 6.500,00 € |
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| Vergleich: HERRMANN, EBERHART, Seltene Orientteppiche 7. München 1985, Nr. 4 |
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| Lot: 93 | ||
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| Fachralo Kazak | Leichte Alters- und Gebrauchsspuren. Seiten original, oben etwas reduziert, unten ist der rot-weiße Abschlußstreifen nachgeknüpft. | |
| Herkunft: Südwestkaukasus |
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| Abmessungen: 135 x 106 cm |
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| Alter: ca. 1870 |
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| Schätzpreis: 3.000,00 € |
| Lot: 94 | ||
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| Kazak | Durch seine Komposition mit drei großen Rechtecken auf rotem Feld und spezifischen Ornamenten darin ähnelt dieser Kazak den Chajli-Teppichen. Auffällig ist die breite Bordürenzone mit großen Motiven. - Guter Zustand mit den originalen End- und Seitenabschlüssen. Hoher Flor, relativ feine Knüpfung, stark glänzende Wolle, warme, harmonische Farben. | |
| Herkunft: Südwestkaukasus |
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| Abmessungen: 250 x 140 cm |
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| Alter: 2. H. 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 12.000,00 € |
| Lot: 95 | ||
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| Schahsavan Galerie | Auf dunkelbraunem Grund ein dichtes Feldmuster aus kleinen, versetzt gereihten Blütenbäumen in hellen Farben. Die weiße Hauptbordüre mit Stufenpolygonen und Dreieckspaaren wird von zwei reziproken Zinnenborten begleitet. - Originalabschlüsse ringsum, guter Zustand. | |
| Herkunft: Nordwestpersien, Azerbaidschan |
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| Abmessungen: 264 x 99 cm |
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| Alter: Anf. 20. Jh. |
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| Schätzpreis: 3.000,00 € |
| Lot: 96 | ||
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| Karatchoph Kazak | An der feinen Knüpfung, Tiefe der Farben und Ausgewogenheit der klassischen Komposition läßt sich das Alter dieses grüngrundigen Karatchophs ablesen. - Einige restaurierte Stellen, neu angesetzte Schirazi, leichte Gebrauchsspuren. | |
| Herkunft: Südwestkaukasus |
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| Abmessungen: 208 x 155 cm |
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| Alter: Mitte 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 7.500,00 € |
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| Vergleich: TSCHEBULL, RAOUL, Kazak. Carpets of the Caucasus. New York 1971, Nr. 33 *** HERRMANN, EBERHART, Von Uschak bis Yarkand. Seltene Orientteppiche 2. München 1979, Nr. 16 |
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| Lot: 97 | ||
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| Yomud Hauptteppich | Im kastanienbraunen Feld dieses antiken Yomud-Hauptteppichs ein Rapport weiträumig angeordneter Kepse-Güls in farbdiagonalen Reihen. Weißgrundige Hauptbordüre mit „Schiffchen“-Ornamenten in einer Wellenranke, die roten Nebenborten mit kleinen Stufenpolygonen. Breite Elems, darin bunte Baumformen. Fein geknüpft im symmetrischen Knoten, bürstenartig dichter Flor, klare, leuchtende Farben. Vielleicht eine Arbeit des Igdir-Stammes. - Seiten neu umwickelt, drei der vier Ecken restauriert, kleine Nachknüpfungen. | |
| Herkunft: Zentralasien, Westturkestan |
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| Abmessungen: 310 x 185 cm |
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| Alter: Mitte 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 15.500,00 € |
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| Vergleich: ELMBY, HANS, Antikke Turkmenske Tæpper IV. Antique Turkmen Rugs Kopenhagen 1998, Nr. 19 |
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| Lot: 98 | ||
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| Bahluli | In seinem kürzlich in HALI erschienenen Artikel „Bahluli?“ hat Dewitt Mallary eine bestimmte Gruppe nomadischer Khorassan-Teppiche, die bisher summarisch den Belutschen zugeschrieben wurden, als Arbeiten des Bahluli-Stammes aus der Region Qainat zu identifizieren versucht. Dieses hübsche Exemplar, mit grober Knüpfung im symmetrischen Knoten, typischen Streifenkelims und einem Fliesenmuster aus großen Oktogonen, gehört in die besprochene Gruppe. Ein Vergleichsstück, mit identischem Feldmuster, wurde von Bausback publiziert. - Ringsum Originalabschlüsse, leichte Gebrauchsspuren im Flor. | |
| Herkunft: Nordostpersien, Khorassan |
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| Abmessungen: 192 x 113 cm |
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| Alter: 2. H. 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 1.250,00 € |
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| Vergleich: MALLARY, DEWITT, Bahluli? In: HALI 162, London 2009, S. 68 ff. *** BAUSBACK, PETER, Alte Knüpfarbeiten der Belutschen. Mannheim 1980, Abb. S. 33 |
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| Lot: 99 | ||
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| Afschar | Dieser Afschar mit einem Rapportmuster großer, versetzt gereihter Zypressen auf nachtblauem Feld und einer Bordüre in hellen Farben weist die typisch grobe Knüpfstruktur der Arbeiten aus der Gegend um Sirjan auf. - Seiten neu umwickelt, Flor niedrig, Enden etwas reduziert. | |
| Herkunft: Südpersien, Region Kirman |
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| Abmessungen: 164 x 123 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 1.800,00 € |
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| Vergleich: AZADI, SIAWOSCH, Some Methodological Aspects and Problems of Research into Oriental Carpets. In: HALI 1, 3, London 1978, Abb. S. 263 |
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| Lot: 100 | ||
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| Bachtiari Pferdedecke | Aus zwei separat gewebten Teilen in der Feldmitte zusammengesetzte Pferdedecke der Bachtiaren, hergestellt in der typischen Mischtechnik mit geknüpften, in Querstreifen angeordneten Ornamenten auf einem weißen, in Kettrepstechnik grob gewebten Kelimuntergrund. Die beiden Musterbahnen am unteren Ende zeigen, wie oft bei diesem Typus, stilisierte menschliche Figuren, was bedeuten könnte, daß die Schmuckdecke für eine Hochzeit angefertigt wurde. - Vollständig erhalten, guter Zustand. | |
| Herkunft: Westliches Zentralpersien |
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| Abmessungen: 145 x 153 cm |
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| Alter: Anfang 20. Jh. |
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| Schätzpreis: 1.600,00 € |

