Katalog: Grosse Herbstauktion
Auktionstermin: Samstag 26. November 2011 um 15 Uhr
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Lot: 181 | |
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| Usbekisches Flachgewebe | Große Flachgewebe-Decke der Usbeken mit horizontalem Streifenmuster, möglicherweise eine Arbeit der Lakai-Stämme. Die Decke ist aus 16 Bahnen zusammengesetzt. Streifen in Djidjim-Technik wechseln mit Streifen in Kettreps-Bindung, deren Ornamente in der Terme-Stichtechnik gearbeitet sind. Mit großzügig proportionierten Ornamenten und hellen Farben ein besonders schönes Exemplar. - Guter Zustand, an beiden Enden sind die Kettfäden netzartig abgeflochten. | |
| Herkunft: Zentralasien, Usbekistan |
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| Abmessungen: 350 x 125 cm |
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| Alter: frühes 20. Jh. |
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| Schätzpreis: 1.500,00 € |
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| Vergleich: HALI 74, London 1994, S. 28 *** LINDAHL, DAVID & KNORR, THOMAS, Uzbek. The textiles and life of the nomadic and sedentary Uzbek tribes of Central-Asia. Lörrach-Tüllingen 1975, Tf. 5 |
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Lot: 182 | |
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| Yomud Hauptteppich | Ein farbenfroher Yomud-Hauptteppich mit dichtem Rapportmuster aus farbdiagonal angeordneten, gut gezeichneten Kepse-Güls auf kastanienbraunem Grund. In der schmalen Hauptbordüre Aschik-Motive in einer doppelten, geometrisch stilisierten Ranke, außerdem Dreieckspaare. Geknüpfte Elems mit großen Adler-Motiven. - Nur minimale Gebrauchsspuren, ringsum Originalabschlüsse, Schirazi stellenweise etwas beschädigt. Am oberen Ende sind noch die beiden geflochtenen Bänder erhalten, mit denen der Teppich am Zeltgitter befestigt wurde. | |
| Herkunft: Zentralasien, Westturkestan |
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| Abmessungen: 314 x 180 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 3.500,00 € |
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Lot: 183 | |
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| Yomud Spindeltasche | Guter Zustand, ringsum mit den Originalabschlüssen und Zierfransen. | |
| Herkunft: Zentralasien, Westturkestan |
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| Abmessungen: 49 x 28 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 400,00 € |
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Lot: 184 | |
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| Schirwan Kelim | Dieser große Kelim aus dem Kuba-Gebiet wurde von einem süddeutschen Sammler 1977 bei Bausback erworben. Auf der Mittelachse des nachtblauen Feldes stehen fünf hakenbesetzte Rauten in weißen Umrahmungen mit markant getreppten Umrissen. Die überbreite, rotgrundige Bordüre enthält sanduhrähnliche Ornamente. Viele der Motivkonturen sind durch Broschierungen betont. Ähnliche Kuba-Kelims sind bei Petsopoulos und Hull veröffentlicht. - Leichte Gebrauchsspuren, Enden etwas reduziert, kleinere Reparaturen, insgesamt gut erhalten. | |
| Herkunft: Ostkaukasus |
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| Abmessungen: 293 x 191 cm |
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| Alter: 2. H. 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 3.500,00 € |
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| Vergleich: PETSOPOULOS, YANNI, Der Kelim. Ein Handbuch. München 1980, Nr. 303 *** HULL, ALASTAIR & LUCZYC-WYHOWSKA, JOSE, Kilim. The Complete Guide. London 1993, Nr. 465 |
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Lot: 185 | |
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| Senneh Kelim | Schwarzgrundiger Senneh-Kelim mit Gol-Farang-Rapportmuster in milden Pastellfarben. - Kleine reparierte Stellen, an beiden Enden wurde die Abschlußborte fachkundig nachgewebt. | |
| Herkunft: Nordwestpersien, Kurdistan |
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| Abmessungen: 200 x 121 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 4.600,00 € |
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Lot: 186 | |
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| Ferahan | Ein klassischer Ferahan mit weißem Feld, darin ein riesiges Strahlenmedaillon und zwei von der Bordüre überschnittene, anaolge Medaillons. Die Feldinnenseiten sind besetzt mit roten, auf die Mittelachse ausgerichteten Bäumen. In der überbreiten Bordüre stehen auf nachtblauem Grund florale Ornamente, mit Vasen und Sternblüten, deren expressiver Stil auffällt - die gesamte Bordürengestaltung vermittelt den Eindruck einer wild wuchernden, üppigen Flora. Das auch in Täbriz häufig vorkommende Muster symbolisiert den ewigen Kreislauf der Natur. Das Mittelmotiv stellt die lebenspendende, in Zenith stehende Sonne dar, welche die Natur zum Blühen bringt, die angeschnittenen Motive zeigen den Sonnenauf- und untergang. Das hier angebotene Exemplar, welches vom Sammler 1975 bei Ulrich Schürmann in Koln erworben wurde, ist zeichnerisch und farblich ein echtes Meisterstück und eines der schönsten, erhaltenen Beispiele der Gruppe. Ein fast identischer Ferahan befindet sich in der Sammlung des Teheraner Teppichmuseums. - Beide Enden etwas reduziert, minimale Reparaturen, insgesamt sehr guter Zustand. | |
| Herkunft: Westpersien, Region Arak |
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| Abmessungen: 186 x 136 cm |
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| Alter: 1. H. 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 21.000,00 € |
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| Vergleich: AZADI, SIAWOSCH ULRICH, Persian Carpets. Vol. 1. Inauguration of the Carpet-Museum in Teheran, Iran 1977, Tf. S. 49 *** BAUSBACK, PETER, Alte und antike orientalische Knüpfkunst. Mannheim 1981,Tf. S. 81 *** HERRMANN, EBERHART, Seltene Orientteppiche 7. München 1985, Nr. 52 |
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Lot: 187 | |
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| Tat Schaddah | Eine kunstvoll gearbeitete, flachgewebte Schmuckdecke der Azeri mit alternierend rotem und blauem Grundgewebe. Das Muster aus großen Pfauen und kleineren Vögeln sowie stilisierten Bäumen wurde in Sumakh-Technik eingewebt. Die alte Bezeichnung Verneh ist mittlerweile durch die technisch korrektere Bezeichnung Zili verdrängt worden. Außerdem steht nach den neuesten Forschungen fest, daß diese Decken mit mythologischem Muster nicht von den Schahsavan-Nomaden angefertigt wurden, sondern Arbeiten der Azeri-oder Tat-Volksgruppe sind. - Bis auf kleine Stopfstellen in sehr gutem Zustand. | |
| Herkunft: Ostkaukasus, Region Baku |
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| Abmessungen: 183 x 148 cm |
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| Alter: 2. H. 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 16.000,00 € |
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| Vergleich: NEUGEBAUER, RUDOLF & TROLL, SIEGFRIED, Handbuch der orientalischen Teppichkunde. Leipzig 1930, TF. 73 *** THOMPSON, JON, Carpet Magic. London 1983, Tf. S. 98 *** WRIGHT, RICHARD & WERTIME, JOHN, Caucasian Carpets & Covers. The Weaving Culture. London 1995, Nr. VII, S. 76 |
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Lot: 188 | |
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| Kazak | Das Feld dieses seltenen Kazaks ist in sieben kastenförmige Segmente aufgeteilt, die durch einen umlaufenden Bordürenrahmen voneinander separiert sind. Die abwechselnd grünen und roten Rechtecke enthalten eine Hakenraute mit einem großen Kreuz in der Mitte, außerdem Tiere und Sterne. Die mit diagonalen Armen besetzten Rauten der Hauptbordüre erinnern an Krebse oder Spinnen. - Schirazi original, beide Enden minimal reduziert und stellenweise nachgeknüpft, insgesamt guter Zustand. | |
| Herkunft: Südwestkaukasus |
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| Abmessungen: 307 x 103 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 3.700,00 € |
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Lot: 189 | |
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| Bidjar | Ein sehr fest geknüpfter Kurdenteppich im Kenare-Format mit Bidjar-Knüpfstruktur. Im weißen Feld ein Rapportmuster aus versetzt angeordneten, blühenden Sträuchern. Als Muster der roten Hauptbordüre eine Blatt-Kelch-Ranke. - Leichte Gebrauchsspuren im Flor, ringsum Originalabschlüsse. | |
| Herkunft: Nordwestpersien, Kurdistan |
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| Abmessungen: 478 x 124 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 2.000,00 € |
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| Vergleich: ENGELHARDT, EVA, Teppiche. Die Bilder des Orients. Carpets. The pictures of the Orient. Band II. Heidelberg 1978, Nr. 221 |
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Lot: 190 | |
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| Azeri Zili | Eine Azeri-Decke in Zili-Technik mit Kassettenmuster aus fünfzehn Feldern. Da die Fäden des Grundgewebes überwiegend in einem blassen Rotbraun eingefärbt worden sind, wirkt diese an einem Stück gewebte Decke farblich milder als vergleichbare Exemplare. - Bis auf einige gestopfte Stellen gut erhalten mit den Originalabschlüssen ringsum. | |
| Herkunft: Südkaukasus, Azerbaidschan |
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| Abmessungen: 186 x 139 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 4.000,00 € |











