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Katalog: Große Frühjahrsauktion
Auktionstermin: Samstag 29. Mai 2010 um 15 Uhr
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292 Einträge || Seite 19 von 30
| Lot: 181 | ||
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| Schirwan | Auf weißem Feld ein Rautengittermuster aus gezackten, blauen Blättern, darin blühende Pflanzen. Diese Komposition kommt sehr häufig bei den Gebetsteppichen aus dieser Region vor, eine Mihrabform ist bei diesem Stück aber nicht eingeknüpft worden. Breite Bordüre aus drei Bahnen, innen mit Stufenpolygonen auf gelbem Grund, in der Mitte mit abstrahierten Vögeln auf rotem Grund. - Flor gleichmäßig niedrig. Schirazi und Kelimenden original. | |
| Herkunft: Ostkaukasus |
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| Abmessungen: 180 x 113 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 2.700,00 € |
| Lot: 182 | ||
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| Kagizman Kelim | Ein seltener Kelim aus Kagizman mit den typisch dunklen Farben dieses Gebietes, gewebt in einer Bahn. Die gesamte Fläche ist dicht bedeckt mit pfeilbesetzten Hexagonen und Rauten, Sanduhr-Formen und kleinen Balkenkreuzen, die in ockergelbe, dunkelbraune, weiße und blaue Vertikalstreifen eingebettet sind. Das Muster fasziniert durch das reziproke Spiel seiner Formen. - Guter Zustand, nur kleine Repaturen. | |
| Herkunft: Ostanatolien |
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| Abmessungen: 365 x 146 cm |
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| Alter: 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 6.500,00 € |
| Lot: 183 | ||
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| Kizilayak Tschowal | Ein seltener Neun-Gül-Tschowal des Kizilayak-Stammes, dessen Muster ornamental mit Tekke-Arbeiten verwandt ist. Ungewöhnliches Elem-Muster mit locker angeordneten, auf dem Kopf stehenden, blühenden Pflanzen. - Rückseite fehlt, oberer und unterer Abschluß original, Seiten neu umwickelt. Leichte Gebrauchsspuren und kleinere Reparaturen. | |
| Herkunft: Zentralasien, Region Amu Darya |
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| Abmessungen: 86 x 133 cm |
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| Alter: Mitte 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 2.200,00 € |
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| Vergleich: POULLADA, S. PETER, Kizil Ayak & Ali Eli Chuvals. In: HALI 148, London 2006, S. 70, Abb. 14 *** HAMBURGISCHES MUSEUM FÜR VÖLKERKUNDE (Hrsg.), Wie Blumen in der Wüste. Die Kultur der turkmenischen Nomadenstämme Zentralasiens. Hamburg 1993, Nr. 118 |
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| Lot: 184 | ||
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| Tekke Hauptteppich | Ein früher Hauptteppich mit vier Reihen von elf Primärgüls und „Tschowal“-Nebengüls, die durch vertikale Linien miteinander verbunden sind. Die Raumaufteilung ist großzügig und läßt das Muster besser zur Geltung kommen als bei vielen anderen Exemplaren. Samtartig weicher Flor, leuchtende Farben, klare Unterscheidung zwischen Stahlblau und Petrolgrün in den Gülzentren. - Seiten geschnitten, die äußere Nebenborte fehlt, neu angesetzte Schirazi. Nachgeknüpfte und reparierte Stellen im Bereich der rechten, mittleren Bordüre. Diverse reparierte Mottenschäden. Unten etwas reduziert, oben Reste des Originalkelims erhalten. | |
| Herkunft: Zentralasien, Westturkestan |
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| Abmessungen: 257 x 188 cm |
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| Alter: 1. H. 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 7.500,00 € |
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| Vergleich: MACKIE, LOUISE & THOMPSON, JON, Turkmen. Tribal Carpets and Traditions. Washington D.C. 1980, Nr. 28 *** ELMBY, HANS, Antikke Turkmenske Tæpper II. Antique Turkmen Rugs Kopenhagen 1994, Tf. 1 *** REUBEN, DAVID M., Gols And Guls I. Exhibition Of Turkmen Carpets From the 18th and 19th Centuries. London 1998, Nr. 4 |
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| Lot: 185 | ||
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| Lahore | Ein sehr dekorativer, großer Werkstatt-Teppich aus Nordindien, wahrscheinlich in der Stadt Lahore hergestellt. Auf auberginefarbenem Grund ein dichtes Baummuster nach Vorbildern aus Persien. - Originalabschlüsse ringsum, leichte Gebrauchsspuren im Flor. | |
| Herkunft: Nordindien |
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| Abmessungen: 440 x 356 cm |
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| Alter: ca. 1880 |
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| Schätzpreis: 40.000,00 € |
| Lot: 186 | ||
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| Yomud Flachgewebe | Seltenes Flachgewebe der Yomuden mit Querstreifen, die sieben broschierten Musterbahnen mit ineinandergreifenden, spitzen Nischen, dazwischen einfarbige Kelimstreifen in Braunrot, Altrosé, Blau und Grün. Man nimmt an, daß diese Yomud-Flachgewebe von den in Nordostpersien als Halbnomaden lebenden Göklanen gewebt und als Wandbehänge in den Winterquartieren verwendet wurden. Ein älteres Exemplar der Gruppe, aus der Sammlung McMullan, befindet sich heute im New Yorker Metropolitan Museum. - Kleine abgenutzte Stellen, sonst sehr gut erhalten. | |
| Herkunft: Nordostpersien, Khorassan |
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| Abmessungen: 277 x 147 cm |
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| Alter: Ende 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 1.900,00 € |
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| Vergleich: McMULLAN, JOSEPH V., Islamic Carpets. New York 1965, Nr.134 *** GALERIE SAILER (Hrsg.), Aus der Welt des Kelim. Salzburg 1984, Nr.19 *** HERRMANN, EBERHART, Seltene Orientteppiche 5. München 1983, Nr. 74 *** PINNER, ROBERT, The Rickmers Collection. Turkoman Rugs. Berlin 1993, Tf. 54 |
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| Lot: 187 | ||
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| Tekke Zeltband Fragment | Nach seiner Ornamentik und den Farben könnte dieses Jolami-Fragment eine Tekke-Arbeit sein. - Randschäden, Gebrauchsspuren, alte Reparaturen. | |
| Herkunft: Zentralasien, Westturkestan |
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| Abmessungen: 207 x 26 cm |
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| Alter: Mitte 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 375,00 € |
| Lot: 188 | ||
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| Karakoyunlu Kelim | Dieser große, einteilige Kelim mit harmonischen Farben und einem graphisch einprägsamen Muster um drei weiße Kastenformen stammt aus einem Dorf im Gebiet zwischen Konya und Nigde. Er wurde von Angehörigen des Karakayunlu-Stammes gewebt. Im Vakiflar Museum in Istanbul befindet sich ein anderes Exemplar der Gruppe. - Bis auf kleine Beschädigungen an den Rändern sehr gut erhalten. | |
| Herkunft: Zentralanatolien |
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| Abmessungen: 445 x 180 cm |
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| Alter: Mitte 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 3.700,00 € |
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| Vergleich: BALPINAR, BELKIS & HIRSCH, UDO, Flachgewebe des Vakiflar-Museums Istanbul. Wesel 1982, Tf. 22 |
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| Lot: 189 | ||
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| Seichur Sumakh | Dieser seltene Sumakh mit einem Rapport filigraner Waben auf dunkelbraunem Feld und typischer Seichur-Außenbordüre wurde bereits 1978 von Benardout ausgestellt und in „Caucasian Rugs“ veröffentlicht. - Ringsum Originalabschlüsse, kleine reparierte Stellen, insgesamt guter Zustand. | |
| Herkunft: Ostkaukasus, Region Kuba |
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| Abmessungen: 146 x 67 cm |
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| Alter: 2. H. 19. Jh. |
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| Schätzpreis: 4.500,00 € |
| Lot: 190 | ||
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| Bidjar | Bidjar-Teppiche mit diesem seltenen Muster aus heraldischen Löwen, die sich fauchend aufrichten, sowie großen, gezackten Blättern, Weintrauben und Kelchblüten in einem Rapport aus spitzovalen Kompartimenten, die durch rote Ranken gebildet werden, sind sowohl im Dozar-Format als auch in größeren Abmessungen hergestellt worden. Als Erzeugnisse der späten Kadscharenzeit lassen sie sich in den Zeitraum von etwa 1880 bis 1920 datieren. Das europäisch anmutende Muster stammt nicht aus Persien und geht möglicherweise, wie Dodds in seiner Beschreibung eines ähnlichen Exemplars aus der Sammlung Fisher vermutete, auf europäische Stoffe im Stil der Renaissance zurück. Eine stilisische Eigenart der Löwenteppiche ist die Verwendung wechselnder Farben in manchen Motiven (hier in den Löwen und einigen Formen der Bordüre), die dadurch wie gesprenkelt aussehen (mottled design). - Seiten geschnitten, neu angesetzte Schirazi, sonst guter Zustand. | |
| Herkunft: Nordwestpersien, Kurdistan |
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| Abmessungen: 197 x 131 cm |
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| Alter: um 1900 |
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| Schätzpreis: 5.800,00 € |
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| Vergleich: DODDS, DENNIS R., Oriental Rugs. The Collection of Dr. and Mrs. Robert A. Fischer. Richmond 1985, Nr. 12 *** RIPPON BOSWELL Wiesbaden, Auktion 6. Mai 1989, # 127 |
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