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Katalog: Große Frühjahrsauktion

Auktionstermin: Samstag 29. Mai 2010 um 15 Uhr
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Akstafa Lot: 31
Akstafa Ein hübscher Akstafa mit vier Sternmedaillons, paarweise angeordneten, mythologischen Vögeln, Blütenbäumen und vielen Füllmotiven. In der weißgrundigen Bordüre nicht die typischen Haken, sondern ein Blatt-Kelch-Muster. - Ringsum originale Abschlüsse, insgesamt guter Zustand.
Herkunft:
Südostkaukasus
Abmessungen:
281 x 126 cm
Alter:
um 1900
Schätzpreis:
4.200,00 €
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Tschitschi Lot: 32
Tschitschi Rotgrundiger Tschitschi mit schmalem Feld, darin horizontale Reihen aus hakenbesetzten Polygonen im Wechsel mit sterngefüllten Oktogonen. Überbreite Bordürenzone mit sieben Bahnen. - Seiten original, beide Enden etwas reduziert. Insgesamt guter Zustand, einige kleine Reparaturen.
Herkunft:
Ostkaukasus, Region Kuba
Abmessungen:
259 x 142 cm
Alter:
Ende 19. Jh.
Schätzpreis:
4.700,00 €
Vergleich:
EDER, DORIS, Orientteppiche. Band 1: Kaukasische Teppiche. München 1979, Nr. 359
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Kazak Lot: 33
Kazak Ein seltener Kazak-Typus mit rotem Feld. Auf der Mittelachse drei Kastenformen, darin hakenbesetzte Kartuschen. - Einige nachgeknüpfte Stellen, jetzt in sehr gutem Zustand.
Herkunft:
Südwestkaukasus
Abmessungen:
214 x 155 cm
Alter:
2. H. 19. Jh.
Schätzpreis:
4.800,00 €
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Moldavischer Kelim Lot: 34
Moldavischer Kelim Dekorativer Kelim aus der Moldau-Region mit großflächig entworfenem Floralmuster aus kräftigen Ranken und Blüten. Das Zentrum des beigegrundigen Feldes ist durch eine große Kreisblüte betont. - Ringsum Originalabschlüsse, guter Zustand.
Herkunft:
Südosteuropa
Abmessungen:
270 x 186 cm
Alter:
um 1900
Schätzpreis:
3.000,00 €
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Canakkale Lot: 35
Canakkale Dieser Teppich aus dem Bergama-Gebiet stammt vermutlich aus Canakkale, einem Küstenort an den Dardanellen, wo das prägnante Muster eine lange Tradition hatte. Das seegrüne Zentralmedaillon steht auf ziegelrotem Grund und wird von zwei riesigen, dunkelblauen Giebeln eingerahmt. Mosaikartig mit Dreiecken und Pfeilformen gefüllte, hakenbesetzte Dreiecke markieren die Ecken. In der weißen Bordüre kreuzförmige Blätter. - Seiten geschnitten, neu angesetzte Kordeln, Enden reduziert. Flor niedrig, diverse Reparaturen.
Herkunft:
Nordwestanatolien, Region Bergama
Abmessungen:
193 x 155 cm
Alter:
2. H. 19. Jh.
Schätzpreis:
1.500,00 €
Vergleich:
NEUGEBAUER, RUDOLF & TROLL, SIEGFRIED, Handbuch der orientalischen Teppichkunde. Leipzig 1930, Tf. 44 B *** EILAND, MURRAY (Hrsg.), Oriental Rugs from Pacific Collections. San Francisco 1990, Nr. 37 a, S. 65
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Moldavischer Kelim Lot: 36
Moldavischer Kelim Ein bäuerlicher Kelim aus der Moldau-Region mit sandbraunem Feld, darin ein Rapport großer, blühender Pflanzen in Viererreihen. In der breiten, beigegrundigen Bordüre eine wellenlinig geschwungene Ranke mit auffällig gezahnten Konturen, die von einer gegenläufigen, grünen Ranke mit Blättern und Blüten gekreuzt wird. Ringsum ein schmaler, erdbrauner, ungemusterter Rand. - Guter Zustand, nur Enden etwas beschädigt.
Herkunft:
Südosteuropa
Abmessungen:
275 x 176 cm
Alter:
um 1900
Schätzpreis:
2.500,00 €
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Belgischer Teppich Lot: 37
Belgischer Teppich Grob geknüpfter, sehr schwerer Werkstatt-Teppich aus Belgien mit dichtem Rapportmuster schwungvoller, grüner, diagonaler Zweige mit üppigen Blüten und großen Blättern auf schwarzem Grund. Dieses Muster ist französischen Vorbildern aus der Zeit der Spätrenaissance nachempfunden. - Sehr gut erhalten, ringsum Originalabschlüsse.
Herkunft:
Europa, Belgien
Abmessungen:
396 x 306 cm
Alter:
um 1930
Schätzpreis:
2.300,00 €
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Osmanische Stickerei Lot: 38
Osmanische Stickerei Seidenstickerei auf hauchdünnem Leinengrund, zusammengesetzt aus zwei Bahnen. Vier schwungvolle Zweige sind mit Nelken und Hyazinthen besetzt. - Einige Löcher und Flecken.
Herkunft:
Westanatolien
Abmessungen:
75 x 80 cm
Alter:
1. H. 19. Jh.
Schätzpreis:
1.200,00 €
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Kozak Lot: 39
Kozak In der nördlich von Bergama gelegenen Ortschaft Kozak wurden überwiegend kleinformatige Teppiche geknüpft, deren geometrische Muster an kaukasische Arbeiten erinnern. Angeblich sind die Dorfbewohner vor längerer Zeit aus dem Kazak-Gebiet eingewandert. Auf der Mittelachse des hellroten Feldes liegen zwei blaue, mit vier Pfeilen besetzte Kastenformen, die an bestimmte Schahsavan-Gülmotive erinnern. Analoge Formen sind versetzt dazu angeordnet und werden von der Bordüre halbiert oder geviertelt. Aus dieser Anordnung ergeben sich Reziprokeffekte, die dem Muster mit einfachen Mitteln ein komplexes Gesamtbild verleihen. Rein kaukasisch im Charakter ist die Blatt-Kelch-Ranke in der weißgrundigen Bordüre. Der in den oberen Kelimabschluß eingeknüpfte Punkt hat symbolische Bedeutung: er hat Amulettcharakter und soll Unheil vom Besitzer abwenden. - Vollständig erhalten mit den originalen Abschlüssen ringsum und hohem Flor, Kelims etwas beschädigt.
Herkunft:
Nordwestanatolien, Region Bergama
Abmessungen:
140 x 85 cm
Alter:
Ende 19. Jh.
Schätzpreis:
1.500,00 €
Vergleich:
HERRMANN, EBERHART, Seltene Orientteppiche 4. München 1982, Nr. 10
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Turkmenisches Zeltband Fragment Lot: 40
Turkmenisches Zeltband Fragment Die Zuschreibung der turkmenischen Zeltbänder zu bestimmten Stämmen scheint eher schwieriger als einfacher zu werden, je mehr Vergleichsmaterial zur Verfügung steht. Da die meisten Bänder mit geknüpften Ornamenten auf flachgewebtem, weißen Grund in der gleichen Technik (Grundgewebe Kettreps) hergestellt wurden, fehlt zur Unterscheidung das wichtige Merkmal der Knotenart. Ein Vergleich der Ornamente brachte bisher keine definitiven Ergebnisse für die Stammeszuweisung, da die Zeltbänder eine spezifische Formenwelt verwenden, die ihrem langen, schmalen Format angepaßt ist und offenbar dafür entwickelt wurde. Mit einigen charakteristischen Ausnahmen (Adler-Gruppen), scheinen gleiche oder ähnliche Motive von unterschiedlichen Stämmen verwendet worden zu sein. Einen ornamentalen Überblick zu gewinnen ist deshalb und angesichts der Motivfülle schwierig; allerdings lassen sich stilistische Eigenarten hinsichtlich Zeichnung, Raumaufteilung und Komposition sowie große Unterschiede bei den Farben beobachten. Eine Katalogisierung der Zeltbänder als Grundlage für eine vergleichende Studie steht noch aus. - Bei diesem schönen Jolami-Fragment wirken die Farben durch den Kontrast zum weißen, aus Baumwolle gewebten Grund dunkler als üblich. Der Baumwollgrund gibt einen Anhaltspunkt dafür, daß das Band eine Tschaudoren- oder Arabatschi-Arbeit ist. - Alters- und Gebrauchsspuren, insgesamt aber gut erhalten.
Herkunft:
Zentralasien, Westturkestan
Abmessungen:
365 x 29 cm
Alter:
1. H. 19. Jh.
Schätzpreis:
1.200,00 €