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Katalog: Grosse Herbstauktion

Auktionstermin: Samstag 26. November 2011 um 15 Uhr

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Schahsavan Mafrasch Seite Lot: 81
Schahsavan Mafrasch Seite Seitenpaneel einer Sumakh-Mafrasch der Schahsavanen aus der Region Khamseh. Im roten Innenfeld drei an Lesghi-Sterne erinnernde Motive, in der weißen Bordüre Syrga-Vogelmotive. - Seiten geschnitten, neu angesetzte Kordeln. Oben etwas reduziert, leichte Gebrauchsspuren.
Herkunft:
Nordwestpersien, Azerbaidschan
Abmessungen:
48 x 83 cm
Alter:
2. H. 19. Jh.
Schätzpreis:
600,00 €
Vergleich:
AZADI, SIAWOSCH & ANDREWS, PETER, Mafrash. Gewebte Transporttaschen als textile Bilder des Orients - Arbeiten der Schahsavan und anderer Stämme Persiens. Berlin-München 1985, S. 166 f.
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Gaschgai Gabbeh Lot: 82
Gaschgai Gabbeh Dieser Gabbeh mit einem plakativen Muster im Kelimstil mit drei großen getreppten Rauten auf der Mittelachse des feuerroten Feldes, acht seitlich angeordneten Rauten, die ein Kreuzmotiv einschließen und markanter Mäander-Hauptbordüre gehört zur gleichen Gruppe wie vier in der Literatur veröffentlichte Exemplare. - Nur minimale Gebrauchsspuren, insgesamt sehr guter Zustand mit Originalabschlüssen rundum.
Herkunft:
Südwestpersien, Fars
Abmessungen:
253 x 149 cm
Alter:
Ende 19. Jh.
Schätzpreis:
10.000,00 €
Vergleich:
AMPE, PATRICK & RIE, Textile Art. A personal choice (Kailash Gallery). Antwerpen 1994, Nr. 4 *** EILAND JR., MURRAY L.(Hrsg.), A World Of Oriental Carpets & Textiles. Washington, D.C. 2003, Fig. 42, S. 109 *** POHL-SCHILLINGS, HANS E., Aussergewöhnliche Orientteppiche. Bilder einer Ausstellung V. Köln 1991, Nr. 23 *** HERRMANN, EBERHART, Asiatische Teppich- und Textilkunst 1. München 1989, Nr. 34
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Tekke Torba Lot: 83
Tekke Torba Eine fast perfekt erhaltene Tekke-Torba mit zwölf Güls und Tschemtsche-Sekundärmotiven, vollständig mit Kelimrückseite und Zierfransen am unteren Rand. - Minimale Mottenschäden.
Herkunft:
Zentralasien, Westturkestan
Abmessungen:
46 x 112 cm
Alter:
Mitte 19. Jh.
Schätzpreis:
3.000,00 €
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Karadaschli Torba Lot: 84
Karadaschli Torba Eine Torba des Karadaschli-Stammes mit kastanienbraunem Feld, darin zwei vollständig und sechs von der Bordüre überschnittene Kepse-Güls. In der weißen Hauptbordüre dicht zusammenstehende, hakenbesetzte Rauten, begleitet von zwei Nebenborten mit dem Ornament Laufender Hund. Ringum ein ungemusterter Randstreifen, auch der Elem ist ungemustert. - Leichte Gebrauchsspuren, Rückseite fehlt.
Herkunft:
Zentralasien, Westturkestan
Abmessungen:
48 x 102 cm
Alter:
2. H. 19. Jh.
Schätzpreis:
900,00 €
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Kordi Sofreh Lot: 85
Kordi Sofreh Flachgewebter, braungrundiger Sofreh mit markanten, tief eingeschnittenen Zacken an den Feldseiten und zwei broschierten Querbordüren an den Enden. Nach Technik und Farben vermutlich eine Arbeit der Khorassan-Kurden, trotz der Ähnlichkeit mit Belutsch-Sofrehs. - Leichte Gebrauchsspuren, eingesetzte Stelle am Rand, insgesamt guter Zustand.
Herkunft:
Nordostpersien, Khorassan
Abmessungen:
171 x 63 cm
Alter:
1. V. 20. Jh.
Schätzpreis:
550,00 €
Vergleich:
STANZER, WILFRIED, Kordi. Leben. Knüpfen. Weben der Kurden Khorasans. Kollektion Adil Besim. Wien 1988, Nr. 149
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Belutsch Lot: 86
Belutsch Ein sehr seltener Belutsch, der schon 1978 in München ausgestellt war. Auf kamelhaarfarbenem Grund ein Gittermuster, in dessen Feldern kleine Oktogone, von denen 66 ein Wirbelmotiv enthalten, die zu Viererblöcken angeordnet sind. Die seit Jahren von Hubert Prieger durchgeführten Forschungen zur islamischen Zahlensymbolik in Teppichen sind bisher leider unveröffentlicht. Angewendet auf diesen Belutsch ergibt sich die folgende Interpretation: Zwischen den Hakenrauten der Bordüre ist sechsmal die Zahl 139 wiederholt. Diese Zahl ist keine Datierung, sondern ein nur Eingeweihten verständlicher Geheimcode für den islamischen Anruf "Joh Hussein". Hussein war ein Märtyrer, der im Jahr 61 der islamischen Zeitrechnung zusammen mit seinen 72 Getreuen auf Veranlassung des Kalifen von Bagdad Yasid in Kerbala ermordet wurde. Noch heute trauern die Schiiten um ihn. Die 72 Oktogone im Feld stehen für seine toten Gefolgsleute. Die Oktogone enthalten 66 Windradmotive, und damit die Anrufungszahl für Allah. - Guter Zustand.
Herkunft:
Nordostpersien, Khorassan
Abmessungen:
144 x 73 cm
Alter:
Ende 19. Jh.
Schätzpreis:
1.900,00 €
Veröffentlicht:
SPUHLER, FRIEDRICH, KÖNIG, HANS & VOLKMANN, MARTIN, Alte Orientteppiche. Meisterstücke aus deutschen Privatsammlungen. München 1978, Nr. 101
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Belutsch Gebetsteppich Lot: 87
Belutsch Gebetsteppich Bei diesem hübschen Gebetsteppich aus der Regio Torbat-i-Haidari fällt der große Maßstab des Lebensbaumes auf. Er gleicht darin und hinsichtlich der Bordürengestaltung einem Belutsch in der Sammlung Bocher. Die beiden roten Hände neben den Schultern des rechtwinkligen Giebels sind ein Schutzsymbol (Hand der Fatima) und bezeichnen somit nicht, wie gelegentlich behauptet wird, die Stellen, auf die der Betende seine Hände legen soll. - Guter Zustand mit Originalabschlüssen ringsum.
Herkunft:
Nordostpersien, Khorassan
Abmessungen:
165 x 84 cm
Alter:
Ende 19. Jh.
Schätzpreis:
1.200,00 €
Vergleich:
BOUCHER, JEFF W., Baluchi Woven Treasures. Alexandria, VA 1989, Tf. 2
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Jaff Taschenhälfte Lot: 88
Jaff Taschenhälfte Hälfte einer Jaff-Doppeltasche mit dem typischen Muster aus Hakenrauten und bildschöner, graphisch eindrucksvoller Kelimrückseite aus farbigen Zacken und broschierten Horizontalstreifen. - Seitliche Vernähungen geöffnet, guter Zustand.
Herkunft:
Westpersien, Region Kermanschah
Abmessungen:
125 x 66 cm
Alter:
Ende 19. Jh.
Schätzpreis:
950,00 €
Vergleich:
BURNS, JAMES D., Antique Rugs of Kurdistan. A Historical Legacy of Woven Art. London 2002; Nr. 16
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Jaff Salztasche Lot: 89
Jaff Salztasche Geknüpfte Salztasche (Namakdan) des kurdischen Jaff-Stammes. Im dunkelblauen unteren Bereich ein rotes, hakenbesetztes Hexagon, im roten oberen Feld ein Muster aus Hakenrauten. Die grob gewebte, gestreifte Kelimrückseite wurde später neu angenäht und gehörte möglicherweise ursprünglich nicht zur Vorderseite. - Leichte Gebrauchsspuren.
Herkunft:
Westpersien, Region Kermanschah
Abmessungen:
48 x 37 cm
Alter:
Ende 19. Jh.
Schätzpreis:
250,00 €
Vergleich:
DIENES, GERHARD M. & REINISCH, HELMUT, 2001 und 1e Nacht. Teppiche und Textilien aus Privatsammlungen. Graz 2001, Nr. 18
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Vier Bidjar Fragmente Lot: 90
Vier Bidjar Fragmente Vier Fragmente eines großen Bidjar-Teppichs mit Zentralmedaillon-Muster auf blauem Feld, goldgelben Eckstücken und breiter, dreibahniger Bordüre. Typische, brettartige Knüpfstruktur, Wollkette, sehr schöne Farben.
Herkunft:
Nordwestpersien, Kurdistan
Abmessungen:
diverse
Alter:
2. H. 19. Jh.
Schätzpreis:
o. L.
Vergleich:
HOLT, ROSA BELLE, Oriental & Occidental Rugs. Antique & Modern. New York. 3. Auflage 1937, Tf. Opp. S. 58 *** BURNS, JAMES D., Antique Rugs of Kurdistan. A Historical Legacy of Woven Art. London 2002, Nr. 35 *** HERRMANN, EBERHART, Von Uschak bis Yarkand. Seltene Orientteppiche 2. München 1979, Nr. 70