SONDERAUKTION am 26. Juni 1999

Die Sonderauktion am Samstag, den 26. Juni 1999 war ein überraschend guter Erfolg. Ursprünglich hatte diese vom Vollstreckungsgericht München nach Paragraph 825 der ZPO angeordnete Versteigerung gepfändeter Teppiche aus dem Bestand einer früheren Münchener Teppichgalerie schon am 28. September 1996 stattfinden sollen. Durch eingelegte Rechtsmittel des Schuldners war sie aber immer wieder hinausgezögert worden. Noch bis zum Vortag des Termins versuchte der Schuldner, mit Schmähschriften, Boykottaufrufen und durch Einschüchterungsmanöver, schließlich durch wiederum eingelegte Rechtsmittel, auch dieses Mal den Termin zu Fall zu bringen: das wurde noch am Vorabend durch eine gerichtliche Eilentscheidung verhindert, so daß die Versteigerung endlich stattfinden konnte.

Zur Versteigerung hatte sich eine große Zahl von Bietern aus dem In- und Ausland eingefunden, die durch engagiertes Mitbieten für einen sehr lebhaften Verlauf sorgten. Von 201 aufgerufenen Teppichen und Textilien wurden 177 Stücke zugeschlagen, zum Teil deutlich über den Mindestgeboten, die der Versteigerer laut Gerichtsanordnung bekanntgeben mußte. Nur 24 Stücke erhielten kein Gebot. Die Zuschlagsquote betrug damit fast 90 Prozent, die Summe der Zuschläge lag knapp unter 1'280.000,00 DM. Als die Forderungssumme erreicht war, wurde die Versteigerung eingestellt: die letzten 11 Lose kamen nicht mehr zum Aufruf.

Einige Teppiche erzielten erstaunlich hohe Zuschläge. Eine weißgrundige Bidjar-Brücke (Lot 103) stieg auf 46.000 DM. Den gleichen Preis erzielte ein eleganter Ferahan (Los 120). Das Shahsavan-Flachgewebe mit Tiermotiven (Los 157) wechselte bei 29.000 DM den Besitzer, und eine gelbgrundige Sumakh-Galerie (Los 140) war einem engagierten Sammler 32.000 DM wert.

Ergebnisliste Sonderauktion am 26.6.99

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