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Works of Art

Friday 19. May 2017 at 4 p.m.

111 Lots
    • Lot1
    • OriginFrankreich, Paris
    • Dimensions51,0 x 35,0 x 10,5 cm
    • Ageum 1785
    • Estimate EUR3,500.00
    LOUIS XVI. PENDULE, Werk von Jean Louis Rouvière

    Das Trommelgehäuse wird von zwei Balustern getragen, die sich auf einer Plinthe erheben. Vier schraubbare Füße ermöglichen die exakte Einlotung. Marmorarchitektur und Uhr werden von reichem Goldornament begleitet. Auf den Balustern stehen stilisierte Vasen mit je einem Blütenzweig, auf der Uhr ruht eine Urne mit Blüte. Festons an Urne und Werk, Pendelgewicht als Sonnenscheibe.
    Eine interessante Zugabe bieten die beiden Mikromosaiken an den Balusterbäuchen, links eine Renaissancearchitektur, rechts eine Ruinenlandschaft. Hier handelt es sich um einen römischen Import. Sonst verwendete Rouvière Wedgwoodapplikationen.
    Marmor, vergoldete Bronzebeschläge, Mikromosaiken, Trommelwerk mit weissemailiertem Zifferblatt. Minuten-, Stunden- und Tagesanzeige. Pendel mit Fadenaufhängung. Schloßscheibenschlagwerk auf Glocke. - Meisterzeichen: Rouvière A PARIS

    Zustand: Hervorragend. Uhr- und Schlagwerk funktionstüchtig. Durchsicht durch Spezialisten notwendig.
    Jean Louis Rouvière wird 1781 Meister in Paris und lässt sich in der rue Rohan nieder. Ähnliche Uhren von Rouvière wurden unlängst bei Hampel, München, 25. 03. 2006, Los 899, und bei Bonhams, London, 05. 07. 2011, Los 127a versteigert.

    Literature:
    Lit: Dictionnaire des Horlogers Francais, Paris 1972, S. 577. – Kjellberg, Pierre: Encyclopédie de la Pendule Francaise du MoyenAge au XXsiècle. Paris 1997, S. 2005.

    • Lot2
    • OriginDeutschland, Mecheln
    • Dimensions22,5 x 19,5 cm
    • Age1. V. 17. Jh.
    • Estimate EUR2,500.00
    ALABASTER RELIEF - DIE ERSTEN SCHRITTE JESU

    Maria, links, und Anna, rechts, sitzen auf einer Steinbank, während der nackte Christusknabe zwischen ihnen die ersten Gehversuche macht. Maria hält ihn schützend am Arm, Anna fasst ihn am Knie. Mit der Rechten greift das Kind in einen Früchtekorb, in der erhobenen Linken hält es drei Zweige, die als die drei Kreuzesnägel gedeutet werden können. Hinter Christus erhebt sich ein Palmenbaum, dahinter zeichnet sich eine orientalische Stadt ab. Die Szene, die sich vom Anna-Selbdritt-Typus ableiten lässt, war in der Mechelner Alabaster Produktion populär. Nicht weniger als sieben Exemplare sind bekannt. Eine Identifizierung ermöglicht auch der Titulus unter dem Piedestal, wo noch die Buchstaben MAR(IA), IHS und (AN)NA erkenn bar sind. Die Rahmen wurden ebenfalls manufakturmäßig produziert. Mit einem überschaubaren Modulrepertoire wurden Pastigliaornamente gepresst.

    Die Mechelner Steinarbeiten des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts müssen bedeutende Ausmaße gehabt haben und schlossen an die Produktion der kleinen Holzskulpturen an. Rund 500 Exemplare mit verschiedenen alt- und neutestamentarischen Themen und Heiligenikonographien sowie antiken Themen sind bekannt. Unter dem Stichwort Maline Alabasters liefert Sotheby’s Datenbank die Verkäufe der letzten Jahre. - Alabaster mit partieller Vergoldung. H. 12,5 cm, B. 9,5 cm. Originaler Eichenholzrahmen mit Pastigliarelief, vergoldet.

    Zustand: Brüche im Stein, Rahmen bestoßen, fragmentiert.

    Literature:
    Lit.. Wustrack, Michael K.: Die Mechelner Alabaster-Manufaktur des 16. Und frühen 17. Jahrhunderts. Frankfurt 1982. – Bès de Berc, Guy: Sculptures d’alabâtre de Malines. Les Reliefs dévotion fin 16., début 17. Siècle. Saint Armel 2003, bes. S. 98-99. – Engel, Martin: neun Alabasterreliefs aus Mecheln. Eine Sammlung der „Jungfer Maria Legrand“. In: Jahresbericht Historisches Museum Basel, 2004, S. 7-23.

    • Lot3
    • OriginDeutschland, Mecheln
    • Dimensions22,5 x 19,5 cm
    • Age1. V. 17. Jh.
    • Estimate EUR3,000.00
    ALABASTER RELIEF - HL. HIERONYMUS IN DER WÜSTE

    Der spätere Kirchenlehrer Hieronymus wird hier rechtsgewandt in seiner Askese in der syrischen Wüste Chalkis gezeigt. Nur mit einem Lendentuch bekleidet, kniet der bärtige Mann vor einem Altar, schlägt mit der Rechten einen Stein an die Brust und stutzt sich mit der Linken auf einen Schädel. Dahinter steht auf einer Mensa ein Kruzifix. Vor dem Altar liegt der attributive Löwe. Hinter Hieronymus hängt an einem Baum sein zukünftiger Kardinalshut. Im Hintergrund ist eine Kirchenklause sichtbar. Die sehr geläufige Ikonographie wird in der Gegenreformation häufig für die Lauterkeit des katholischen Glaubens verwendet. In der Mechelner Bildproduktion taucht sie mit links- als auch rechtsgewandtem Hieronymus auf. Dies ist auf unterschiedlich vervielfältigte graphische Bildvorlagen zurückzuführen. - Alabaster mit partieller Vergoldung. H. 13 cm, B. 9,5 cm. Originaler Eichenholzrahmen mit Pastigliarelief, vergoldet.

    Zustand: Brüche im Stein. Rahmen mit Goldbronze gestrichen. Restaurierung nötig.

    Literature:
    Lit.: Wie bei Los 02. Bès de Berc, S. 193-194. Dort 5 Exp. mit unterschiedlichen Bildrichtungen.

  • ELFENBEINSKULPTUR - FRÜHLING

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    • Lot4
    • OriginDeutschland, Erbach
    • DimensionsH. 23,5 cm
    • Ageum 1900
    • Estimate EUR4,500.00
    In leichtem, antikisierendem Gewande steht die junge Frau auf einer Rasenplinthe; der Oberkörper ist diagonal verworfen, auf ihrer erhobenen linken Hand sitzt ein Schmetterling. Mit der Rechten trägt sie eine Schale mit Blumenschmuck. Das Gewand, das sich an den Körper schmiegt, ist feinst bearbeitet und ornamentiert.

    Otto Glenz (1865 – 1948), einer der Erbacher Meister, kommt für die Herstellung in Frage. Dafür spricht nicht zuletzt der schlichte Sockel, den Glenz mehrfach verwendet hat. Stilistisch weist die Skulptur auf französische Vorbilder des späten 19. Jahrhunderts. - Elfenbein, geschnitzt.

    Zustand: Unbeschädigt. Schmetterling ergänzt.

    Literature:
    Lit.: Hartmann, P. W.: Elfenbeinkunst, Löbersdorf 1998. – Ausst. Kat. Von Jugendstil bis Art Deco. Schönheit in Elfenbein. Deutsches Elfenbeinmuseum, Erbach. Erbach 1998.

    • Lot5
    • OriginDeutschland, Erbach
    • DimensionsH. 22,0 cm
    • Ageum 1900
    • Estimate EUR4,500.00
    ELFENBEINSKULPTUR - SANDALEN BINDENDE VENUS

    Die meisterhaft geschnitzte, nackte Göttin steht in labilem Gleichgewicht auf dem linken Fuß und hat das rechte Bein angewinkelt angehoben, um das Hauptband der Sandale zu schließen. Vom Fuß bis zum Haupte durchläuft eine elegante Spannung den Körper, der von allen Seiten glatt und schön ist. Das Genie des Künstlers, wahrscheinlich der Erbacher Meister Otto Glenz (1865 – 1948), zeigt sich in der Integration der Elfenbeinstruktur , ebenso in der der detailreichen Bearbeitung der Sandalen. Als Vorbild dürften die Marmorskulpturen von Antonio Canova gedient haben. - Elfenbein, geschnitzt.

    Zustand: Hervorragend.

    Literature:
    Lit.: Wie bei Los 04.

    • Lot6
    • OriginFrankreich, Paris
    • Dimensions8,5 x 6,5 cm
    • Age1811
    • Estimate EUR2,500.00
    MINIATUR MIT PORTRAIT VON PHILIPPE DE CHAMPAIGNE

    Inschrift Rückseite: Email d’après le Portrait de Philippe de Champaigne paint par lui même en 1668 fait pour M. de Sommariva par Adèle Chavassieu 1811
    L’Original fait partie de la Collection de M. de Sommariva.

    Giovan Battista Sommariva (1760 – 1826), der Auftraggeber der Miniatur, war Gouverneur der Repubblica Cisalpina, Mäzen und Sammler. Seine Gemäldegalerie ließ er von den besten Miniaturisten als Emails ausführen. Die meisten befinden sich als Leihgabe der Brera in der Galleria d’Arte Moderna in Mailand. Adèle Chavassieu d’Haudebert war seine wichtigste Künstlerin, in Mailand ist sie mit 78 Miniaturen vertreten. Von 1806 bis 1831 stellte sie alljährlich im Pariser Salon aus und wurde 1824 mit der Medaille 1. Klasse ausgezeichnet.

    De Champaigne stellt sich selbstbewusst mit barock verworfener Schulter und aus dem Bild blickend dar. In der linken Hand hält er eine Schriftrolle, mit der Rechten zieht er seinen Mantel zurück. Das verlorene Selbstporträt aus Sommarivas Besitz hat sich in einer Graphik Gérard Edelincks (Paris, BNF), natürlich seitenverkehrt, erhalten, Hier sind im Hintergrund deutlich Notre Dame und Sainte Chapelle de Paris zu sehen, die auf der Miniatur nur schemenhaft zu erkennen sind. - Email auf Kupfer. Messingrahmen.

    Zustand: Hervorragend. Brandschwundrisse im blauen Contreémail.

    Literature:
    Lit.: Pericolo, Lorenzo: Philippe de Champaigne. Tournai 2002, S. 11. – Sagner, Karin: Chavassieu d’Audebert, Adèle. In: Allgemeines Künstlerlexikon, Bd. 18, München 1998, S. 351.

    • Lot7
    • OriginDeutschland
    • DimensionsH. 26,0 cm
    • Ageum 1770
    • Estimate EUR2,000.00
    BOZZETTO - APOSTEL JOHANNES EVANGELISTA

    Die dynamische Apostelfigur steht diagonal auf einer quadratischen Plinthe. Der Körper wird von spannungsvollem Schwung bestimmt, der die Beine bis zur Hüfte nach Links zieht, im Gegensatz dazu den Oberkörper wieder nach rechts. Die zeitlos antikisierende Gewandung folgt dieser Bewegung, ebenso die Arme und der nach links gewandte Kopf. Gut vorstellbar handelt es sich um den Johannes aus einer Kreuzigungsgruppe.

    Diesem schwungvollen Bozzetto eignet durchaus ein Zug zur Monumentalität. Die Güte lässt eine Zuschreibung an den Würzburger Hofbildhauer Johann Peter Wagner (1730 – 1809) durchaus zu. - Rötlicher Ton, luftgetrocknet.

    Zustand: Leichte Bestoßung am Gewand in Kniehöhe.

    Literature:
    Lit.: Trenschel, H. P. : Die kirchlichen Werke des Würzburger Hofbildhauers Johann Peter Wagner. Würzburg 1968. Vgl. Abb. 13, 18, 68, 78.

    • Lot8
    • OriginDeutschland, Berlin, KPM
    • Dimensions18,5 x 12,5 cm
    • Ageum 1900
    • Estimate EUR1,000.00
    PORZELLANGEMÄLDE - SIXTINISCHE MADONNA

    Dargestellt ist das berühmte Gemälde Raffaels, das er 1512 für die Kirche San Sisto in Piacenza gemalt hat. Zwischen dem hl. Sixtus II. und der hl. Barbara steht die Madonna mit dem Kind in den Wolken hinter dem geöffneten Vorhang. Im Vordergrund sieht ma+n die beliebten halbfigurigen Putti. Eine Vielzahl von Engelsköpfen umgibt die Gruppe. Um 1900 entstehen in der Königlichen Porzellan Manufaktur Abbilder des Gemäldes in großer Zahl. Durchaus qualitätvoll dienten sie als Souvenirs oder zur privaten Andacht. - Porzellan, plane Rückseite.

    Zustand: Hervorragend.
  • LEDERETUI - JUNGFERNFAHRT ELBE

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    • Lot9
    • OriginNew York, Tiffany & Co.
    • Dimensions11,8 x 7,5 cm
    • Age1881
    • Estimate EUR3,500.00
    Das Etui zeigt auf der Vorderseite die ligierten Silberinitialen SL in englischer Schreibschrift. Die Vorderkanten tragen beidseitig Beschläge mit vegetabilem Ornament. Auf der Rückseite ist die Plakette mit dem Schnelldampfer ELBE (1881 – 1895) angebracht, der 1881 für den Norddeutschen Lloyd in Glasgow vom Stapel gelassen wurde. Und 1895 nach einer Havarie unterging. Zur Jungfernfahrt auf der Hauptroute Bremerhaven – New York wurde für die Passagiere der 1. Klasse das Etui als Souvenir aufgelegt.

    Die geprägte Marke nennt den Hauptsitz von Tiffany am Union Square in New York, wohin die Firma 1870 umsiedelte. Neben Schmuck und Tafelzeug fertigte man solche Momorabilia. - Leder, Silberplakette, gewalzt, ziseliert. Prägeschrift im Inneren: TIFFANY & CO UNION SQUARE.

    Zustand: Sehr gut erhalten. Lederreinigung notwendig.

    Literature:
    Lit.. Carpenter, C. H.: Tiffany Silver. New York 19784, S. 250.

    • Lot10
    • OriginDänemark, Kopenhagen, Georg Jensen
    • Dimensions5,7 x 3,8 cm
    • Age1908
    • Estimate EUR3,500.00
    ANHÄNGER AN KETTE VON VENEZIANER GLIED

    Der sehr seltene Anhänger mit einem frühen Serienzeichen lässt sich anhand der beiden Meisterzeichen und des niedrigen Feingehaltes auf 1908 datieren. Die Blumenformen zeigen die Gestaltungsprinzipien des frühen Jugendstils, wie Jensen sie aus der Werkstatt von Mogens Ballin kannte. Der Typus der Kette wird in diesen Jahren oft verwendet. Besonders wertvoll macht den Anhänger die Tatsache, dass er einer der ältesten dieser Serie ist. - Silber, gegossen und martelliert, zwei Achate.Meisterzeichen: GI und GJ ligiert. Feingehaltszeichen: 826s. Serienzeichen: 15.

    Zustand: Hervorragend.

    Literature:
    Lit.: Drucker, J.. Georg Jensen. A Tradition of Splendid Silver. Atgen 1997, S. 73, 161, 296-297.