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Grosse Herbstauktion

Samstag 29. November 2008 um 15 Uhr

317 Lots
    • Lot1
    • HerkunftNordpersien, Region Veramin
    • Abmessungen152 x 78 cm
    • Alterum 1900
    • Schätzpreis EUR650
    Diese große, vollständig erhaltene Doppeltasche in grober Flachgewebe-Technik könnte in der Region Veramin entstanden sein. Das Muster aus kleinen Quadraten, die sich aufgrund der Farbverteilung zu einer Komposition aus versetzten Stufenpolygonen in einem weißen, diagonalen Rautengitter fügen, ist denkbar einfach strukturiert, trotzdem sehr effektiv in seiner archaischen Wirkung. Solche technisch bedingten Kompositionen wurden über Jahrhunderte tradiert. Ein horizontales Band aus verschränkten Zacken grenzt die beiden Hälften gegen die Verschlußleisten ab. - Guter Zustand.
    • Lot2
    • HerkunftNordpersien
    • Abmessungen51 x 62 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR900
    Hälfte einer Doppeltasche mit Querstreifenmuster aus abwechselnd flachgewebten und geknüpften Bahnen mit Bordürenmustern. Feine, sorgfältige Arbeit. Kelimrückseite gleichfalls mit Querstreifen. - Guter Zustand.
    • Lot3
    • HerkunftWestpersien, Luristan
    • Abmessungen181 x 129 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR2.500
    Grob geknüpft auf brauner Ziegenhaarkette, ist dieser Teppich mit plakativem Muster aus zwei Rauten auf nachtblauem Feld und seltener Bordürenzeichnung bei den nördlichen Lurenstämmen in Luristan entstanden. - Am oberen Abschluß minimal reduziert, Seiten neu umwickelt, Flor gleichmäßig niedrig.
    • Lot4
    • HerkunftWestanatolien
    • Abmessungen114 x 107 cm
    • Alter17. Jh.
    • Schätzpreis EUR3.000
    Seidenstickerei auf feinem Leinengrund. Diese "Bokce" genannten , quadratischen Textilien waren im osmanischen Reich weit verbreitet. Als dekorative Einschlagtücher dienten sie verschiedenen Zwecken, so auch der Umhüllung des Turbans, wenn dieser zuhause abgelegt wurde. Das hier angebotene Exemplar mit einem eleganten Muster aus vier schwungvollen Zweigen, die rote Blüten, hellblaue Lanzettblätter und vier Palmetten tragen, läßt sich nach seinem Zeichenstil und den zarten Farben noch ins 17. Jahrhundert datieren. - Aufgenäht, gerahmt. Geringfügige Alterschäden.
    • Lot5
    • HerkunftNordafghanistan
    • Abmessungen230 x 179 cm
    • Alterum 1900
    • Schätzpreis EUR3.000
    Die aus sieben Bahnen zusammengefügte Flachgewebedecke ist bei einer im Norden von Afghanistan lebenden Volksgruppe der Usbeken entstanden. Auf dem hellroten Grund sind reihenweise große, oktogonale Gülformen angeordnet, die durch ein Kreuz in vier Sektoren mit diagonalem Farbwechsel (Weiß, Blau, Grün) unterteilt werden. Eine doppelte, mit kleinen Pfeilspitzen besetzte Kontur umgibt jedes der Güls. - Leichte Alters- und Gebrauchsspuren, einige alte Reparaturen.
    • Lot6
    • HerkunftÖstliches Zentralanatolien
    • Abmessungen170 x 127 cm
    • Alterum 1850
    • Schätzpreis EUR3.900
    Der farbenfrohe Gebetskelim mit betonten Reißverschluß-Konturen und Kastenbordüre stammt vermutlich aus der Region um Sivas. Eine hellgrüne Baumform füllt das turmartig hohe, schmale Mihrabfeld fast vollständig aus. Der optische Schwerpunkt liegt auf der überbreiten Bordürenzone mit markanten Stufenpolygonen, die mit Doppelhaken konturiert sind. Solche kleinformatigen Kelims wurden von den Dorfbewohnern als Wandschmuck verwendet oder als Vorhang vor Wandnischen, in denen Hausrat aufbewahrt wurde, gehängt, also nicht in der Funktion als Gebetsteppiche benutzt. - Auf Leinwand genäht, kleine restaurierte Stellen. Insgesamt gut erhalten.
    • Lot7
    • HerkunftSüdostkaukasus
    • Abmessungen178 x 67 cm
    • AlterMitte 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR5.000
    Dieser Talisch mit Diagonalstreifenmuster und lachsroter Bordüre fällt durch seine ungewöhnlich kleinen Abmessungen auf, was die Frage nach seinem Verwendungszweck aufwirft. Mit sehr feiner Knüpfung, seidiger Wolle und erstklassigen Farben sicher ein ziemlich altes Exemplar. - Beide Enden nachgeknüpft, Seiten geschnitten und neu befestigt, Flor teils niedrig.
    • Lot8
    • HerkunftNordostkaukasus, Dagestan
    • Abmessungen95 x 53 cm
    • Alter18. Jh.
    • Schätzpreis EUR3.000
    Auf dunkelbraunem Feld ein korallenrotes Kastenmedaillon mit einer radialen Baum-Innenzeichnung sowie Ansätzen ähnlicher Medaillons an den Feldenden. In der schmalen Bordüre S-förmige Ranken. Durch die starke Korrosion der Grundfarbe weicht das heutige Aussehen dieser offenbar sehr alten Kaitag deutlich vom ursprünglichen Erscheinungsbild ab. - Die ringsum angenähte Goldlitze ist eine spätere Hinzufügung.
    • Lot9
    • HerkunftOstkaukasus, Region Baku
    • Abmessungen158 x 128 cm
    • Alterum 1900
    • Schätzpreis EUR3.000
    Geknüpfte Pferdedecke mit einer Komposition aus Vertikalstreifen, die dicht gedrängt mit Vierbeinern und kleinen Vögeln geschmückt sind. Nach Struktur und Farben vermutlich in der Region Baku um 1900 entstanden, sicher als Auftragsarbeit, da für den Eigengebrauch meistens flachgewebte Pferdedecken verwendet wurden. Die pinkfarbenen Ornamente sind in Seidengarn ausgeführt. - Guter Zustand.
    • Lot10
    • HerkunftSüdwestkaukasus
    • Abmessungen132 x 116 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR4.000
    Nach Knüpfstruktur, Farben und Wollmaterial eindeutig zur Gruppe der Kazaks gehörend, aber mit einem Palmettenmuster im Stil der Region Dagestan, zeigt dieser Gebetsteppich, wie austauschbar im Kaukasus manche Ornamente waren. - Flor gleichmäßig niedrig, Originalschirazi. Beide Enden restauriert.