Sprachauswahl
Sprache

Große Herbstauktion

Samstag 25. November 2017 um 15 Uhr

305 Lots
  • Ladik Nischenteppich

    Zur Wunschliste hinzufügen
    • Lot1
    • HerkunftZentralanatolien
    • Abmessungen191 x 113 cm
    • Altervor 1800
    • Schätzpreis EUR200
    Die früher obligatorische Bezeichnung aller Teppiche mit Mihrabfeld und Nische als "Gebetsteppich" implizierte auch eine solche Verwendung. Da es mittlerweile aber erwiesen ist, daß sie überwiegend Wandbehänge mit islamischer Ikonographie waren, die nicht als Gebetsmatten benutzt wurden, werden sie heute, nach ihrem Muster, als Nischenteppiche bezeichnet. Dieses sehr alte Exemplar der Ladik-Gruppe mit musterfreiem rotem Innenfeld, steilem Treppengiebel und oberem Tulpenpaneel fällt durch die seltene Hauptbordürenzeichnung auf, die auch bei Innice-Arbeiten anzutreffen ist. - Starke Alters- und Gebrauchsspuren, Flor niedrig, Grundgewebe stellenweise sichtbar, einige Nachknüpfungen, beide Enden reduziert.

    Vergleich:
    BUTTERWECK, GEORG & ORASCH, DIETER, Das Standardwerk des anatolischen Knüpfteppichs. Zentral-Anatolien. Wien 1986, Nr. 43

    • Lot2
    • HerkunftSüdwestkaukasus
    • Abmessungen210 x 161 cm
    • Alterca. 1870
    • Schätzpreis EUR400
    Grüngrundiger Karatchoph mit Vier-und-Eins-Medaillonmuster, das von Ketten aus Rosetten umgeben ist. An beiden Enden vier zusätzliche Rechtecke. Gelbgrundige Bordüre mit diagonalen, gezackten Blättern und stilisierten Baumformen. - Deutliche Alters- und Gebrauchsspuren, Flor niedrig, einige alte, farblich abweichende Nachknüpfungen.
    • Lot3
    • HerkunftOstkaukasus, Region Kuba
    • Abmessungen133 x 55 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR750
    Auf schwarzbraunem Grund ein weißes, flächig gezeichnetes Konagkend-Gittermuster, gefüllt mit schildförmigen, weißen Palmetten und bunten Sternen. Schmale, einbahnige Bordüre mit einer geometrisch stilisierten Blütenranke auf grünem Grund. Ungewöhnliches Miniaturformat. - Beide Enden etwas reduziert, neu angesetzte Schirazi, kleinere Reparaturen, Flor mit Gebrauchsspuren.

    Vergleich:
    ENGELHARDT, EVA, Orientteppiche der Sonderklasse. Sammlerexemplare aus vier Jahrhunderten. Heidelberg 1980, Abb. S. 40 *** BAUSBACK, PETER, Antike Teppiche. Sammlung Franz Bausback. Mannheim 2000, Tf. S. 106

    • Lot4
    • HerkunftSüdwestkaukasus
    • Abmessungen205 x 180 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR2.400
    Ein rotgrundiger Sewan-Kazak mit riesigem "Flügelschild"-Medaillon, das innen mit kleinen Punkten übersät ist. Die rote Kartusche im Zentrum schließt eine kleinere, weiße Kartusche ein. Sterne schmücken die breite, weiße Kontur, große Palmetten auf gelbem Grund bilden das Muster der Hauptbordüre. Ein fast identisches Exemplar war 1983 in London ausgestellt. - Alters- und Gebrauchsspuren, beide Endabschlüsse nachgeknüpft, Schirazi neu angesetzt, Trittfalten, alte Restaurationen.

    Vergleich:
    THOMPSON, JON, Carpet Magic. The art of carpets from the tents, cottages and workshops of Asia.London 1983, Tf. S. 115

    • Lot5
    • HerkunftNordostkaukasus, Dagestan
    • Abmessungen286 x 94 cm
    • AlterMitte 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR1.200
    Im schmalen, dunkelblauen Feld liegen sieben mustergültig gezeichnete Lesghi-Balkensterne, begleitet von Palmetten und Hakenrauten. Kleine Tiere sind in das Muster eingefügt. Die breite, seegrüne Hauptbordüre mit einer Kufi-Ranke und Kreuzmotiven wird von roten Borten mit bunten Sternblüten begleitet. - Starke Alters- und Gebrauchsspuren, Trittfalten, Randschäden, Flor niedrig,

    Vergleich:
    EDER, DORIS, Orientteppiche. Band 1: Kaukasische Teppiche. München 1979, Nr. 433

    • Lot6
    • HerkunftZentralanatolien
    • Abmessungen165 x 119 cm
    • Alter1. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR1.850
    Bei diesem kleinformatigen Konya-Kelim füllen zwei verschachtelte Hexagone die gesamte Länge des hellroten Feldes. Seitlich werden sie von sechs Sekundärmotiven begleitet. Die breite, weiße Hauptbordüre ist mit einer großzügig gezeichneten, braunen Ranke geschmückt, die mit geometrisch stilisierten Blüten besetzt ist. In den beiden braungrundigen Elems sind Hexagone mit innenliegenden Hakenrauten aufgereiht. Die Qualität der hellen, patinierten Farben läßt auf eine Entstehung in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts schließen. - Vollständig erhalten mit den Originalabschlüssen, braune Partien so stark korrodiert, daß dort die weißen Kettfäden offenliegen. Mit Leinwand hinterlegt.
    • Lot7
    • HerkunftZentralasien, Region Mittlerer Amu Darja
    • Abmessungen174 x 128 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR1.800
    Ein großer Engsi der Ersaren, der vermutlich nicht als Zeltvorhang diente, sondern als Türteppich in einem Haus der Winterquartiere verwendet wurde. Im Innenfeld liegt formatfüllend das charakteristische Hatschlou-Kreuz, dessen breiter Querbalken innen mit Motiven im Ikat-Stil geschmückt ist. Drei Bordüren mit unterschiedlicher Ornamentik rahmen das schmale Feld. - Guter Zustand, ringsum Originalabschüsse.

    Vergleich:
    LOGES, WERNER, Turkmenische Teppiche. München 1978, Nr. 85

    • Lot8
    • HerkunftNordostkaukasus, Dagestan
    • Abmessungen410 x 210 cm
    • AlterMitte 19.Jh.
    • Schätzpreis EUR1.000
    Dieser Teppich im altertümlichen Kelley-Format dürfte aufgrund seiner Struktur mit sehr grober Knüpfung, schwerem, lappigem Griff und den gedämpften Farben aus dem Umkreis von Derbent, der größten Stadt Dagestans, stammen. Sein Muster mit riesigen Palmetten, Wolkenbändern, Pinwheel-Motiven und Sträuchern ist dem Repertoire älterer kaukasischer Blütenteppiche entnommen. - Schwarzbrauner Grund stark korrodiert, ein langer genähter horizontaler Riß, diverse Reparaturen und Nachknüpfungen.
  • Fachralo Gebetskazak

    Zur Wunschliste hinzufügen
    • Lot9
    • HerkunftSüdwestkaukasus
    • Abmessungen140 x 117 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR1.600
    Ein rotgrundiger Fachralo-Gebetskazak mit turmartigem, blauem Mihrabfeld, in dem eine große Kastenform liegt. Die gelbe Umrandung des Mihrabfeldes ist unten rechteckig eingebuchtet und bildet eine Re-Entrant-Nische, oben zu einem kleinen Giebel ausgebuchtet: beide Formen haben religiöse Bedeutung. – Am oberen Ende fehlt die Außenbordüre, unten etwas verkürzt, originale Flachgewebe-Schirazi, einige Nachknüpfungen.

    Vergleich:
    AMPE, PATRICK & RIE, Textile Art. A personal choice. Antwerpen 1994, Nr. 42 *** TSCHEBULL, RAOUL, Kazak. Carpets of the Caucasus. New York 1971, Tf. 9

  • Ersari Gebetsteppich

    Zur Wunschliste hinzufügen
    • Lot10
    • HerkunftZentralasien, Region Mittlerer Amu Darja
    • Abmessungen130 x 87 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR3.600
    Turkmenische Gebetsteppiche sind selten, die Mehrzahl der erhaltenen Exemplare wurde von den Ersaren und den Beschir hergestellt. Bei diesem kleinen Gebetsteppich ist das weiße Feld schachbrettartig gemustert, mit Sternblüten und Kreuzen darin, außerdem sind fünf große Rosetten in das Gitterwerk eingelassen. Der mit einem Widderhorn bekrönte, dachartige Giebel liegt am oberen Feldende. - Alters- und Gebrauchsspuren, Flor niedrig, beide Enden leicht reduziert.