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Grosse Frühjahrsauktion

Samstag 23. Mai 2009 um 15 Uhr

260 Lots
    • Lot111
    • HerkunftSüdwestkaukasus
    • Abmessungen221 x 124 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR5.700
    Ein Drei-Felder-Kazak mit schmalem Innenfeld, welches von einer schachbrettartig gemusterten Leiste doppelt umrahmt ist. Die drei wuchtigen Kastenformen mit hakenbesetzten Konturen erinnern an bestimmte Güls aus Zentralasien. Einer der etablierten Kazakgruppen wie Lori Pambak, Sewan, usw. läßt sich dieses rustikal wirkende Stück nicht ad hoc zuordnen. Es ist aber durch sein schmales Format und wegen stilistischer Merkmale (Schachbrettleisten, Kastengüls) offenbar mit den Karatchophs verwandt. - Hochflorig erhalten, guter Zustand mit originalen Seiten- und Endabschlüssen.

    Vergleich:
    BAUSBACK, FRANZ (Hrsg.), Sammlung Franz Bausback. Erlesene Teppiche seit 1925. Mannheim 2000, TF. S. 93

  • Schahsavan Djidjim

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    • Lot112
    • HerkunftNordwestpersien, Azerbaidschan
    • Abmessungen226 x 195 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR2.800
    Flachgewebedecke aus sechs Bahnen, mit abstraktem Vertikalstreifenmuster in Seegrün, Tomatenrot, Kobaltblau, Weiß und Schwarzbraun. Der Rhythmus der Komposition ergibt sich aus dem Farbwechsel und der unterschiedlichen Streifenbreite. Fein und sorgfältig gewebt und mit klaren Farben ein besonders schönes Exemplar dieser von den Nomaden zu verschiedenen Zwecken verwendeten Textilien. - Einige kleinere, nachgewebte Stellen.
    • Lot113
    • HerkunftSüdwestkaukasus
    • Abmessungen213 x 158 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR14.000
    Guter Zustand mit den originalen Abschlüssen ringsum und hohem Flor, nur braune Partien korrodiert.

    Vergleich:
    BAUSBACK, PETER, Antike orientalische Knüpfkunst. Mannheim 1977, S. 51*** DERS., Antike Teppiche. Sammlung Franz Bausback 1987/88. Mannheim 1987, S. 57

    • Lot114
    • HerkunftNordostpersien, Khorassan
    • Abmessungen184 x 88 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR2.900
    Belutsch-Knüpfteppiche mit Vertikalstreifenmuster sind selten. Sechs mit wellenförmig verlaufenden Ranken geschmückte Streifen werden hier durch schmale, weißgrundige Trennbahnen voneinander abgegrenzt. Möglicherweise entstand das Stück bei einer Stammesgruppe in der Region Qainat. - Vollständig mit Originalschirazi und Kelimabschlüssen erhalten. Braun korrodiert, sonst guter Zustand.

    Vergleich:
    EILAND, MURRAY (Hrsg.), Oriental Rugs from Pacific Collections. San Francisco 1990, Nr. 95

  • Kurdisches Flachgewebe

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    • Lot115
    • HerkunftOstanatolien
    • Abmessungen266 x 130 cm
    • Alterum 1900
    • Schätzpreis EUR600
    Zweibahnige Flachgewebedecke mit broschiertem Rautenmuster auf rotem Grund. Das Feld ist durch weiße Querstreifen in drei Abschnitte gegliedert. Vermutlich eine kurdische Arbeit. - Vollständig erhalten, leichte Altersspuren, insgesamt guter Zustand.
    • Lot116
    • HerkunftNordostpersien, Khorassan
    • Abmessungen269 x 170 cm
    • Alterum 1900
    • Schätzpreis EUR3.000
    Im rostroten Feld dieses kurdischen Dorfteppichs aus Khorassan dominieren drei Kastenformen mit seitlich eingekerbten Konturen. In ihrem Inneren ist ein achtstrahliger Stern in ein dichtes Punktmuster eingebettet. Oktogone mit hakenbesetzten Rauten darin und Memling-Güls füllen die vom Hauptmuster freigelassenen Partien des Feldes. Vorbild für dieses von Housego "Hawz" (Wasserbecken) genannte Muster waren vermutlich die historischen persischen Gartenteppiche mit ihrem System aus Wegen, Beeten, Wasserbassins und Wasserläufen. Vergleichsstücke sind bei Housego, Eagleton und Stanzer abgebildet. - Einige restaurierte Stellen, Schirazi beidseitig erneuert, Oberer und unterer Abschluß nachgeknüpft.

    Vergleich:
    HOUSEGO, JENNY, Tribal Rugs. London 1978, Pl.137 *** BIGGS, D. (Hrsg.), Discoveries from Kurdish Looms. Evanston 1983, Fig.6 *** STANZER, WILFRIED, Kordi. Wien 1988, S.78 f.

    • Lot117
    • HerkunftZentralasien, Westturkestan
    • Abmessungen40 x 69 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR750
    Ein Asmalyk mit Aschik-Güls zwischen gezackten Blättern und Stufenpolygonen in der roten Bordüre. Schmuckbehänge in diesem kleinen Format dienten u.a. als Brustschmuck der Kamele. - Guter Zustand, ringsum Originalabschlüsse, am unteren Ende mit Zierfransen.
  • Belutsch Taschenhälfte

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    • Lot118
    • HerkunftNordostpersien, Khorassan
    • Abmessungen81 x 78 cm
    • Alterum 1900
    • Schätzpreis EUR750
    Hälfte einer Belutsch-Khordjin, die geknüpfte Vorderseite mit einem zentralen Kastenmotiv, darin auf rotem Grund ein sterngefülltes Oktogon, umgeben von Tierabstraktionen. Das dunkelblaue Feld ist dicht mit Oktogonen bedeckt, die Sterne enthalten. Schmale Bordüre mit fischgrätartig stilisierten Zweigen auf weißem Grund. Unterhalb des Feldes ein Querpaneel mit den gleichen, sterngefüllten Oktogonen. Kelimrückseite mit breiten Querstreifen in Braun- Aubergine- und Violettönen. - Gut erhalten.
  • Belutsch Taschenfront

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    • Lot119
    • HerkunftNordostpersien, Khorassan
    • Abmessungen70 x 82 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR1.200
    Bei dieser Belutsch-Taschenfront ist das Feld in neun braune, blaue und rote Quadrate eingeteilt, unter denen das weiße Quadrat in der Mitte als Blickfang wirkt. Alle Felder enthalten das gleiche Tier-Baum-Ornament. Ein Rahmen aus kleinen Rechtecken mit S-förmig stilisierten Figuren umgibt das Feld. In der weißen Außenborte das typische Fischgrät-Muster. - Leichte Alters- und Gebrauchsspuren.

    Vergleich:
    HERRMANN, EBERHART, Seltene Orientteppiche 10. München 1988, Nr. 86 a *** DODDS, DENNIS & EILAND, MURRAY L., Jr. (Hrsg.), Oriental Rugs From Atlantic Collections. Philadelphia 1996, Nr. 311

  • Khamseh Taschenhälfte

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    • Lot120
    • HerkunftSüdwestpersien, Fars
    • Abmessungen60 x 71 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR2.400
    Hälfte einer Khordjin der Khamseh-Nomaden, erhalten mit der roten Kelimrückseite und der originalen Verschlußleiste oben. Ein kastenförmiges Zentralmedaillon mit Pfeilen auf grünem Grund ist in ein dichtes Muster kleiner Blüten eingebettet, die Feldecken sind durch jeweils vier weiße und rote Hühner betont. Wie die Afscharen haben auch die Khamseh ihre Taschen oft im querrechteckigen Format geknüpft. - Seitenvernähungen noch original, Rückseite mit Mottenschäden, Vorderseite mit Gebrauchsspuren.

    Vergleich:
    HERRMANN, EBERHART, Seltene Orientteppiche 8. München 1986, Nr. 80