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Grosse Frühjahrsauktion

Samstag 23. Mai 2009 um 15 Uhr

260 Lots
  • Gaschgai Taschenhälfte

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    • Lot121
    • HerkunftSüdwestpersien, Fars
    • Abmessungen63 x 60 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR1.500
    Hälfte einer Gaschgai-Khordjin mit roter, zentraler Raute auf blauem Feld. Rote Kelimrückseite. Als Kissen gepolstert. - Guter Zustand.

    Vergleich:
    BLACK, DAVID & LOVELESS, CLIVE, Woven Gardens. Nomad and Village Rugs of the Fars Province of Southern Persia. London 1979, Nr. 24

    • Lot122
    • HerkunftSüdwestpersien, Fars
    • Abmessungen218 x 142 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR4.400
    Ein sehr feiner Kelim der Gaschgai mit einem Rapportmuster kleiner, geometrisch stilisierter Botehs in aparten Pastelltönen, gewebt auf Baumwollkette. Flachgewebe dieser Qualität waren nicht für den Tagesgebrauch bestimmt, sondern wurden entweder auf Bestellung der Khans angefertigt oder für den Verkauf auf dem Bazar. - Geringe Alters- und Gebrauchsspuren, kleine Löcher, insgesamt guter Zustand mit den originalen Zopfabflechtungen der Kettfäden.
    • Lot123
    • HerkunftNordwestpersien, Azerbaidschan
    • Abmessungen358 x 280 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR15.000
    Beide Enden etwas reduziert, kleine Reparaturen, Flor mit Gebrauchsspuren.

    Vergleich:
    SOTHEBY'S LONDON, Auktion 5. April 2006, # 114

    • Lot124
    • HerkunftSüdkaukasus, Azerbaidschan
    • Abmessungen187 x 156 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR1.900
    Gelbgrundige Pferdedecke aus zwei separat gewebten, in der Mitte zusammengenähten Bahnen, mit broschiertem, engmaschigen Rautengittermuster, darin kleine, blühende Pflanzen. Die Bordüre, aus reziproken Zinnen in Blau und Braun mit rot-grünen Dreiecksleisten als Begleitstreifen, ist in Sumakh-Technik gewebt. Vermutlich eine Arbeit der Azeri-Türken in Azerbaidschan. Bei Herrmann ist eine ähnliche Pferdedecke abgebildet, allerdings mit Tierfiguren im Feld. - Leichte Alters- und Gebrauchsspuren, Randschäden. Einige Flecken, kleinere nachgewebte Stellen. .

    Vergleich:
    HERRMANN, EBERHART, Seltene Orientteppiche 5. München 1983, Nr. 46

  • Kurdischer Teppich

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    • Lot125
    • HerkunftNordwestpersien, Kurdistan
    • Abmessungen301 x 153 cm
    • AlterMitte 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR6.800
    Im dunkelblauen Feld ein seltenes Rapportmuster aus Rauten mit kreuzförmiger Innenzeichnung, ein Motiv, das häufiger in kurdischen Flachgeweben als in Knüpfteppichen vorkommt. Reiches Spektrum erstklassiger, alterspatinierter Farben, glänzende Florwolle. - Seiten neu umwickelt, beide Enden etwas reduziert und festoniert. Reparierte Trittfalten und einige Nachknüpfungen, Flor stellenweise etwas niedrig.
    • Lot126
    • HerkunftZentralasien, Ostturkestan
    • Abmessungen270 x 70 cm
    • AlterMitte 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR8.000
    Der Granatapfel ist im Orient ein uraltes Symbol der Fruchtbarkeit und des Lebens. In den Teppichen Ostturkestans findet sich dieses Motiv häufig. Bei diesem Khotan, der in einem seltenen, schmalen Format geknüpft, wohl für einen besonderen Verwendungszweck vorgesehen war, wächst aus einer Vase an jedem Ende des lachsroten Feldes ein gelber Baum, der schwarze Granatäpfel trägt. Die Kronen berühren sich nicht, dort ist ein schmaler Querstreifen freigelassen. Eine schwarzgrundige Swastika-Mäander-Bordüre umrahmt das Feld. - Schwarz korrodiert, leichte Alters- und Gebrauchsspuren. Seiten neu umwickelt, Flor stellenweise niedrig.
  • Tibetischer Khaden

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    • Lot127
    • HerkunftSüdtibet
    • Abmessungen176 x 82 cm
    • Alterum 1930
    • Schätzpreis EUR600
    Auf orangefarbenem Feld zwei Hirsche, zwei Fledermäuse, Wolken und ein kreisförmiges Drachenmedaillon, an den Feldenden das Berg-und-Wellen-Muster. - Gut erhalten mit der originalen, roten Stoffeinfassung.
    • Lot128
    • HerkunftZentralasien, Ostturkestan
    • Abmessungen231 x 124 cm
    • Alterfrühes 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR15.000
    Ein bildschöner Khotan mit einem Feldmuster aus acht großen Oktogonen, die ein diagonales, mit Doppelhaken besetztes Kreuzmotiv umschließen. Darum eine Bordüre aus Rechtecken mit Rosetten, als äußerer Abschluß eine etwas breitere Bordüre mit versetzt gereihten, floralen Rauten. Die erstklassigen Farben und die sicher proportionierte Komposition verraten das hohe Alter. Dieser Khotan war früher im Besitz des bekannten chinesischen Händlers Sammy Yu-Kuan Lee in Hongkong. - Guter Zustand.

    Vergleich:
    HERRMANN, EBERHART, Seltene Orientteppiche 10. München 1988, Nr. 115 *** HERRMANN, EBERHART, Asiatische Teppich- und Textilkunst 2. München 1990, Nr. 70

  • Marasali Gebetsteppich

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    • Lot129
    • HerkunftOstkaukasus
    • Abmessungen152 x 128 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR4.700
    Dieser Gebetsteppich aus der Region Schirwan mit leuchtend goldgelbem Feld und einem Rautengittermuster, in dem eckig gezeichnete Botehs farbdiagonale, auf die Mittelachse bezogene Reihen bilden, zählt zur Marasali-Gruppe. Die veröffentlichten Vergleichsstücke, unter denen das Exemplar der Sammlung Straka im Textile Museum Washington wohl das bekannteste ist, gleichen sich oft wie Zwillinge. - Vollständig erhalten mit den Originalabschlüssen ringsum. Einige horizontale Trittfalten, leichte Gebrauchsspuren im Flor, restaurierungsbedürftige Ränder.

    Vergleich:
    STRAKA, JEROME A. (Hrsg.), The Oriental Rug Collection of Jerome and Mary Jane Straka. (Ausstellungskatalog Textile Museum) Washington, D.C. 1978, Nr. 103 *** BENARDOUT, RAYMOND, Woven Stars. Rugs And Textiles From Southern California Collections. Los Angeles 1996, Nr. 11

    • Lot130
    • HerkunftOstkaukasus
    • Abmessungen410 x 106 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR4.800
    Blaugrundige Kuba-Galerie mit dichtem Sternblüten-Muster, Krabben-Hauptbordüre und zwei Nelken-Nebenborten. Das gleiche Feldmuster wurde auch in der Region Schirwan verwendet, nach ihren strukturellen Merkmalen stammt die Galerie aber eindeutig aus Kuba. - Seiten neu umwickelt, Gebrauchsspuren im Flor.

    Vergleich:
    BAUSBACK, PETER, Antike Orientteppiche. Braunschweig 1978, S. 258