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Grosse Frühjahrsauktion

Samstag 23. Mai 2009 um 15 Uhr

260 Lots
  • Schahsavan Sumakh Taschenhälfte

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    • Lot71
    • HerkunftNordwestpersien, Azerbaidschan
    • Abmessungen49 x 54 cm
    • Alter1. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR2.400
    Hälfte einer Khordjin in feiner Sumakh-Technik, die das Muster gestochen scharf zur Wirkung bringt. Sehr gute Farben. Bei Hegenbart sind zwei Vergleichsstücke publiziert. Noch ähnlicher und auch in der gleichen Alters- und Qualitätskategorie wie unser Stück ist aber die vollständige Khordjin aus der Sammlung Käbisch, veröffentlicht von Reinisch. - Randschäden, seitliche Vernähung links offen.

    Vergleich:
    HEGENBART, HEINZ, Seltene Webtaschen aus dem Orient. Sammlung Adil Besim. München 1982, Tf.15 *** REINISCH, HELMUT, Satteltaschen. Graz 1985, Nr. 25

    • Lot72
    • HerkunftNordindien
    • Abmessungen227 x 164 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR5.000
    Kleinformatige Agra-Teppiche tauchen selten am Markt auf. Das Innenfeld zeigt, auf wein- bis braunrotem Grund, ein unkonventionelles Rapportmuster in stark gedämpften Farben, mit floralen Motiven, die alle irgendwie dem Ornamentschatz Persiens entstammen, aber in den charakteristischen Stil indischer Teppiche transformiert wurden. - Mehrere alte Nachknüpfungen, heute farblich abweichend. Enden etwas reduziert, beide Seiten beschädigt und restaurierungsbedürftig.
  • Dagestan Gebetsteppich

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    • Lot73
    • HerkunftNordostkaukasus
    • Abmessungen130 x 104 cm
    • Alterdat. 1877
    • Schätzpreis EUR5.800
    Leichte Gebrauchsspuren, Enden etwas reduziert.
    • Lot74
    • HerkunftNordindien
    • Abmessungen500 x 365 cm
    • Alterum 1870
    • Schätzpreis EUR30.000
    Die Teppichmanufakturen Indiens haben sich, als in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts eine große Nachfrage aus Europa und den Vereinigten Staaten einsetzte, schnell auf die Wünsche und Geschmacksvorstellungen der ausländischen Abnehmer eingestellt. Das Resultat war eine Vielzahl von Kompositionen und Mustern, die von der lokalen Tradition oft stark abwichen. Dieser Agra ist dafür ein Beispiel. In der breiten, dunkelroten Bordüre stehen schwarzgrundige, weiß konturierte Kartuschen und Ovale mit Motiven im Stil osmanischer Vorbilder. Wie oft bei Agra-Teppichen, ist das Zentralmedaillon des Feldes eher unscheinbar und fällt, dicht umrahmt von sichelförmigen Blättern, weniger auf als bei persischen Manufakturteppichen. - Kleine reparierte Stellen, Korrosion, insgesamt gut erhalten mit hohem Flor.

    Vergleich:
    BOLOUR, Y. & B., English Approach To Antique Carpets. The Y & B Bolour Collection. Vol. 2. London, New York, Los Angeles 1993, Tf. 88

    • Lot75
    • HerkunftOstkaukasus
    • Abmessungen200 x 157 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR7.000
    Das auffälligste Merkmal dieses Kubas ist seine überbreite, weißgrundige Hauptbordüre mit einer barock geschwungenen Wellenranke. Im kobaltblauen Feld bilden kleine, geometrisch gezeichnete Palmetten, die durch vertikale Linien aus winzigen Rauten verbunden sind, ein Rapportmuster im Stil der Sumakh-Flachgewebe aus dieser Region. - Enden etwas reduziert, leichte Gebrauchsspuren im Flor.

    Vergleich:
    McMULLAN, JOSEPH V., Islamic Carpets. New York 1965, Nr. 65

  • Kaukasische Seidenstickerei

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    • Lot76
    • HerkunftSüdkaukasus, Azerbaidschan
    • Abmessungen100 x 99 cm
    • Alter18. Jh.
    • Schätzpreis EUR3.200
    Die quadratische Seidenstickerei auf Leinengrund war eine Bokçe (Einschlagtuch). Oktogonale Blüten und diagonal angeordnete Parallelogramme in Olivgrün und Blaugrün bilden ein fließendes Rapportmuster ohne feste Richtung. In der Literatur werden die kaukasischen Stickereien mit hellen Pastelltönen meistens Baku zugeschrieben. – Stark restauriert, dünne Stellen, teils hinterlegt.

    Vergleich:
    HERRMANN, EBERHART, Asiatische Teppich- und Textilkunst 4. München 1992, Nr. 17 a

    • Lot77
    • HerkunftOstkaukasus
    • Abmessungen355 x 103 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR6.000
    Ein Seichur mit blauem, oben abraschierten Feld und dem charakteristischen Muster aus großen, diagonalen Blütenkreuzen. - Die beiden unteren Ecken wurden restauriert, leichte Gebrauchsspuren im Flor. Insgesamt guter Zustand mit den originalen Abschlüssen ringsum.

    Vergleich:
    BAILEY, JULIA & HOPKINS, MARK, Through the Collectors Eye. Providence 1991, Nr. 24

    • Lot78
    • HerkunftNordpersien
    • Abmessungen116 x 143 cm
    • Alter1. V. 20. Jh.
    • Schätzpreis EUR2.500
    Ein ungewöhnlicher Teppich im Querformat, mit zwei Paneelen unterschiedlicher Höhe und Musterung. Jedes Paneel ist von einem vollständigen Bordürenrahmen umgeben, die beiden Teile sind somit optisch voneinander separiert, jedoch auf gemeinsamer Kette geknüpft. Es handelt sich offenbar um ein Musterstück. Die persische Inschrift in einer blauen Kartusche am oberen Rand (Tehran, Madrese Islam Farmayeshe Raiss) besagt, daß der Teppich im Auftrag des Direktors der Islamischen Schule in Teheran angefertigt wurde. - Gleichmäßig dünner Flor, Enden etwas reduziert, am oberen Abschluß eine kleine nachgeknüpfte Stelle.
  • Afschar Taschenfront

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    • Lot79
    • HerkunftSüdpersien, Region Kirman
    • Abmessungen55 x 63 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR1.500
    Im dunkelblauen Feld dieser Taschenfront, die früher zu einer Khordjin gehörte, ein typisches Afschar-Muster aus roten, gelben und weißen, eckig gezeichneten Botehs, denen ein blühender Strauch einbeschrieben ist. Wellenlinig verlaufende, horizontale Zweige verbinden die Botehs. Eine Bordüre aus rot-weißen Schrägstreifen rahmt dieses kleine, geknüpfte Bild effektvoll ein. - Seiten neu umwickelt, Rückseite fehlt.
    • Lot80
    • HerkunftWestpersien, südliches Hamadan Gebiet
    • Abmessungen201 x 138 cm
    • Alterum 1900
    • Schätzpreis EUR4.700
    Leichte Gebrauchsspuren im Flor, sonst guter Zustand mit den originalen Kelimabschlüssen. Seiten neu umwickelt.