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Grosse Frühjahrsauktion

Samstag 29. Mai 2021 um 15 Uhr

117 Lots
Sortenkurs
0.858 GBP1 Euro
1.214 USD1 Euro
  • Schahsavan Taschenfront

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    • Lot1
    • HerkunftSüdostkaukasus, Region Moghan-Savalan
    • Abmessungen50 x 40 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Resultat EUR2.108
    Vorderseite einer seltenen Schahsavan-Tasche in Sumakh-Technik, früher Teil einer Khordjin. Das rote Feld, in dem versetzt angeordnete Kreuzmotive ein Rapportmuster bilden, wird effektvoll von einer Bordüre aus reziproken Zinnen in Braun und Weiß eingerahmt. - Guter Zustand.
    • Lot2
    • HerkunftÖstliches Zentralanatolien, Provinz Sivas
    • Abmessungen202 x 117 cm
    • AlterMitte 19. Jh.
    • Resultat EUR3.348
    Ein kurdischer Teppich aus dem Umkreis von Sarkisla, einer Stadt in der Provinz Sivas. Das dichte Rapportmuster aus versetzt gereihten Rauten, deren Hakenkonturen kleine weiße Blüten tragen, ist ebenso charakteristisch für diese Gruppe wie die reziproken, dicht verschränkten Hakenornamente in der Bordüre. Bereits 1922 wurde von Grote-Hasenbalg ein weißgrundiges Exemplar veröffentlicht. Hier liegt das Feldmuster aus lachsrotem Grund. - Kelimabschlüsse an beiden Enden erhalten, Seiten neu umwickelt, Braunkorrosion, insgesamt guter Zustand.

    Vergleich:
    GROTE-HASENBALG, WERNER, Der Orientteppich. Seine Geschichte und seine Kultur. Berlin 1922, Band II, Tf. 23 *** KREISSL, RAINER, Infinite Variety. Unendliche Vielfalt. Anatolia. München 2000, Nr. 17

    • Lot3
    • HerkunftSüdwestkaukasus
    • Abmessungen227 x 174 cm
    • Alter1. H. 19. Jh.
    • Resultat EUR3.224
    Dieser frühe Kazak läßt sich keiner der bekannten Mustergruppen zuordnen. Das seegrüne, mit Hakenrauten unterschiedlicher Form und Größe geschmückte Innenfeld wird an beiden Enden von einem breiten weißen Querpaneel abgeschlossen, in dem zwei riesige, mit vier Doppelhaken besetzte Rauten liegen. Zwei rote Kastenformen mit kleinen Bäumen stoßen zur Feldmitte vor. Ein breiter gelber Rahmen mit Bäumen, Rauten und Blüten umgibt das Innenfeld. Die schmale weiße Hauptbordüre mit geometrisch stilisierten Rosetten wird von zwei reziproken Zinnenborten begleitet. - Deutliche Alters- und Gebrauchsspuren, Flor niedrig und stellenweise abgenutzt, Seiten neu umwickelt, beide Enden leicht reduziert.
  • Schahsavan Mafraschseite

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    • Lot5
    • HerkunftSüdostkaukasus, Region Moghan
    • Abmessungen55 x 53 cm
    • AlterMitte 19. Jh.
    • Resultat EUR1.612
    Schmalseite einer Mafrasch der Schahsavanen aus der Region Moghan-Savalan, gewebt in feiner Sumakh-Technik. Rapportmuster aus flachen Hexagonen in unterschiedlichen Grundfarben, darin Stufenpolygone, die mit winzigen Blüten besetzt sind. In der weißen Bordüre eine Ranke mit Sternblüten und diagonalen Blättern. Daß es sich nicht um eine Taschenfront handelt, beweisen die beiden roten Abschlußkelims an den Enden, denn bei einer Tasche wäre der obere Abschluß eine Verschlußleiste. Wertheim hat eine Taschenhälfte mit identischer Musterung veröffentlicht. Vom Sammler bei der Galerie Ostler in München erworben. - Leichte Alters- und Gebrauchsspuren, reparierte Stellen im oberen Kelim.

    Vergleich:
    WERTIME, JOHN T., Sumak Bags of Northwest Persia & Transcaucasia. London 1998, Nr. 92 *** IL MERCANTE D'ORIENTE (Hrsg.), shahsavan. mafrash & khorjin. Verona 1986, Tf. 45

    • Lot7
    • HerkunftNordwestpersien, Aserbaidschan
    • Abmessungen296 x 215 cm
    • Alter2. V. 20. Jh.
    • Resultat EUR7.440
    Dieser seltene Medaillon-Teppich aus einer der Meisterwerkstätten in Täbriz fällt durch den geometrischen Stil seines Musters auf, das dadurch moderner wirkt als bei anderen, in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts in Täbriz geknüpften Teppichen. Vermutlich handelt es sich um eine Auftragsarbeit nach dem Entwurf eines Designers, der sich einerseits noch der Tradition verpflichtet fühlte, andererseits aber neue Wege beschreiten wollte. Feine Knüpfung, hervorragende Florwolle, kleine Details in Seide, schöne Farben. - Sehr guter Zustand.
    • Lot9
    • HerkunftSüdpersien
    • Abmessungen187 x 126 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Resultat EUR2.356
    Ein seltener Kirman im Dozar-Format mit spitzovalem, weinrotem Zentralmedaillon, in dem blaue Arabesken ein kleineres dunkelblaues Medaillon mit Blütenfüllung umrahmen. In den Ecken des weißen Feldes stehen Granatapfelbäume, auf deren Ästen Vögel sitzen. Das hervorstechendste Merkmal ist das Muster in der breiten weißen Hauptbordüre: ein regelmäßiger Wechsel aus schlanken Zypressen und dazwischenstehenden Wachsoldaten, die den Säbel präsentieren. - Alters- und Gebrauchsspuren, Flor gleichmäßig niedrig, Seiten neu umwickelt, beide Enden reduziert.
  • Schahsavan Taschenfront

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    • Lot10
    • HerkunftNordwestpersien, Aserbaidschan
    • Abmessungen54 x 58 cm
    • Alter1. H. 19. Jh.
    • Resultat EUR1.984
    Taschenfront der Khamseh-Schahsavanen in Sumakh-Technik, früher Teil einer Khordjin. Im Feld zwei rote und eine mittlere, blaugrüne Querbahn gleicher Breite, darin sind Fabeltiere und Bäume aufgereiht. Weißgrundige Bordüre mit Syrga-Vogelabstraktionen, die durch eine Stange verbunden sind. Der archaische Zeichenstil und die stark patinierten Farben deuten auf ein hohes Alter hin. Bei den meisten Taschen dieses besonderen Typus' ist die mittlere Bahn schmaler und abweichend gemustert. Oben ist die Verschlußleiste noch erhalten, unten Reste der roten Kelimrückseite. Vom Sammler bei der Galerie Ostler in München erworben. - Leichte Alters- und Gebrauchsspuren, nachgewebte Stellen am oberen Abschluß, sonst guter Zustand.

    Vergleich:
    FRAUENKNECHT, BERTRAM, Schahsavan Sumakh Taschen. Fürth 1993, Nr. 36

    • Lot11
    • HerkunftNordostpersien, Khorassan
    • Abmessungen89 x 40 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Resultat EUR2.108
    Seltener Balischt mit einem Tiermuster aus kleinen braunen Widdern, die in horizontalen Reihen mit Richtungswechsel auf dem roten Feld angeordnet sind. - Alters- und Gebrauchsspuren, ein kleines Loch, leichte Randschäden.

    Vergleich:
    SORGATO, DAVID, Baluch from the David Sorgato collection. Mailand 2007, Nr. 1

  • Ersari Behang oder Sitzteppich

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    • Lot13
    • HerkunftZentralasien, Mittleres Amu Darja Tal
    • Abmessungen49 x 151 cm
    • AlterEnde 19. Jh.
    • Resultat EUR5.208
    Ein sehr seltener Ersari mit hellen, leuchtenden Farben. Nach seinem breiten und niedrigen Format war er entweder ein Schmuckbehang oder lag auf einer der gemauerten Sitzbänke im Haus des Winterquartiers. Im Feld stehen sich sehr große, versetzt angeordnete Formen gegenüber, zwischen denen als Abgrenzung weiße, mit kleinen roten Blumen besetzte Bänder verlaufen. Das hier als Ausschnitt verwendete Rapportmuster kommt nur bei einer spezifischen Gruppe von Ersari-Türteppichen mit Ikat-ähnlichen Mustern vor (Beispiele siehe unten) und ist im identischen Maßstab ausgeführt. Die immer aufwendig und aus kostbarem Material hergestellten Engsis stammen alle aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. In diese Zeit ist dieses Stück einzuordnen. - Alters- und Gebrauchsspuren, Flor gleichmäßig niedrig.

    Vergleich:
    MEYER-PÜNTER, CARL, Der Orientteppich in Geschichte, Kunstgewerbe u. Handel. Zürich 1917, No. 3969 *** DODDS, DENNIS & EILAND, MURRAY L., JR. (Hrsg.), Oriental Rugs From Atlantic Collections. Philadelphia 1996, Nr. 195 *** RIPPON BOSWELL, A 75, 29. Mai 2010, Lot 225; A 78, 25. Mai 2011, Lot 55; A 84, 31. Mai 2014, Lot 44

    • Lot16
    • HerkunftZentralasien, Westturkestan
    • Abmessungen81 x 118 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Resultat EUR1.860
    Die immer sehr fein und aufwendig gearbeiteten Ak-Tschowals der Tekke wurden in einer Mischtechnik hergestellt: breite einfarbig dunkelrote Kelimstreifen wechseln mit schmalen, weißgrundigen, geknüpften Streifen, die Bordürenmuster enthalten. Ein charakteristisches Merkmal ist der breite Elem mit Baumwollgrund, vor dem sich die Baumformen prägnant abheben. - Sehr guter Zustand, Rückseite fehlt.

    Vergleich:
    WALKER, DANIEL, Oriental Rugs of the Hajji Babas. New York 1982, Nr. 31 *** PINNER, ROBERT, The Rickmers Collection. Turkoman Rugs. Berlin 1993, Nr. 24