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Sammlung Vok – Die zweite Auktion am 12. März 2016

20.11.2017

(Losnummern 89 – 176)

Für die Versteigerung hatten wir die Sammlung in drei gleichwertige Selektionen aufgeteilt. In Abweichung von den vier themenbezogenen Eigenveröffentlichungen des Sammlers ergab sich daraus eine neue kontrastreiche Zusammenstellung, welche die Sammlung in einem ganz anderen Licht erscheinen ließ. Unser eigens für die drei Vok-Auktionen entwickeltes Katalogformat fand viel Anklang und wurde als adäquate Präsentation dieser einzigartigen Sammlung bewertet. Während im Vorspann zum ersten Katalog die Person des Sammlers gewürdigt worden war, enthielt der zweite Katalog einen lehrreichen Artikel von Christian Erber zu den technischen Aspekten der Susanis.

Der sensationelle Erfolg der ersten Vok-Auktion im April 2015 hatte in der Teppichwelt für großes Aufsehen gesorgt und war ein vieldiskutiertes Gesprächsthema. Mit Ungeduld wurde nun die Versteigerung des zweiten Teils der Sammlung erwartet. Konnte das hohe Preisniveau gehalten werden, würden erneut fast alle Stücke neue Besitzer finden? Da viele Bieter in der ersten Auktion leer ausgegangen waren, rechneten wir mit anhaltend starkem Interesse. Diese Erwartung sollte sich erfüllen. Wieder war der Andrang am Auktionstag groß, wieder war die Stimmung geradezu euphorisch, und wieder gab es auf praktisch jedes Stück telefonische Bieter aus der ganzen Welt. Bemerkenswert war diesmal die rege Beteiligung von Privatsammlern und Händlern aus der Türkei, die den Wert seltener Kelims zu schätzen wußten und viele Stücke ersteigerten. Andererseits fiel der größte Susani-Käufer in der ersten Vok-Auktion, das Museum in Doha, Qatar, aus, weil nach einem Wechsel an der Staatsspitze drastische Veränderungen in der Kulturpolitik eingetreten und sämtliche Ankäufe vorerst gestoppt worden waren. Das wurde zum Teil durch die Beteiligung anderer Museen ausgeglichen: so konnte sich zum Beispiel das Museum in Houston, Texas die phantastische Shakhrisyabz Susani Lot 138 für einen Zuschlag von 38.000 Euro sichern. Der farbenprächtige Luri-Kelim mit abstrakt-geometrischem Muster Lot 160 ging mit einem Zuschlag von 20.000 Euro an das Museum of Fine Arts in Boston. Und einige kostbare Susanis wurden dem neugegründeten „Suzani Museum and Research Center“ in New York City zugeschlagen.

Die Bilanz der zweiten Vok-Auktion fällt überaus positiv aus. Von den 87 Losen des Kataloges wurden 82 Lose verkauft, eine Absatzquote von 94%, die Summe der Zuschläge betrug 1.145.000 Euro (inklusive Aufgeld von 22% = 1.396.900 Euro). Die nachfolgende Auflistung zeigt einige herausragende Zuschläge aus beiden Hauptkategorien :

Susani Seidenstickereien:
Lot 96 – 22.000 Euro
Lot 100 – 20.000 Euro
Lot 102 – 44.000 Euro
Lot 111 – 27.000 Euro
Lot 115 – 28.000 Euro
Lot 134 – 57.000 Euro
Lot 138 – 38.000 Euro
Lot 151 – 32.000 Euro
Lot 152 – 40.000 Euro
Lot 158 – 30.000 Euro
Lot 159 – 60.000 Euro
Lot 166 – 22.000 Euro
Lot 167 – 50.000 Euro

Kelims und andere Flachgewebe:
Lot 91 – 12.000 Euro
Lot 93 – 15.000 Euro
Lot 104 – 13.000 Euro
Lot 107 – 9.500 Euro
Lot 118 – 10.000 Euro
Lot 119 – 26.000 Euro
Lot 123 – 9.000 Euro
Lot 125 – 31.000 Euro
Lot 127 – 18.000 Euro
Lot 128 – 32.000 Euro
Lot 129 – 9.500 Euro
Lot 133 – 22.000 Euro
Lot 140 – 13.000 Euro
Lot 144 – 25.000 Euro
Lot 153 – 15.000 Euro
Lot 160 – 20.000 Euro
Lot 162 – 15.000 Euro
Lot 168 – 14.000 Euro
Lot 169 – 32.000 Euro
Lot 174 – 17.000 Euro

Der dritte und letzte Teil der Vok Sammlung wird im Frühjahr 2017 versteigert.

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