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Sammlung Theodor Poppmeier: unsere erste Auktion am 10. März 2018

05.09.2018

„Kunst vor Handwerk und Qualität vor Zustand“ war die Maxime, von der Theodor Poppmeier sich leiten ließ, als er seine bedeutende Sammlung antiker Textilien zusammentrug. Der große Erfolg unserer Sonderauktion „Poppmeier Collection I“ beweist die Richtigkeit seines Ansatzes. Von den 88 Losen der Auktion wurden 83 Lose verkauft, eine Erfolgsquote von 94 Prozent. Der zweite Teil der Sammlung „Poppmeier Collection II“ folgt im Frühjahr 2019.

Den Entschluß, seine Textilsammlung bei uns zu versteigern, faßte Theodor Poppmeier schon im Herbst 2015. Unsere erste Auktion der Textilsammlung von Dr. Ignazio Vok hatte damals bereits stattgefunden und war überaus erfolgreich verlaufen. Die sorgfältige Bearbeitung der Objekte, das neue, eigens entwickelte Katalogformat in Buchform und die Präsentation der Stücke hatten Poppmeier gefallen. Ein ähnliches Konzept stellte er sich auch für seine Sammlung vor. Wir vereinbarten, unser Projekt erst nach Abschluß der drei Vok-Auktionen bekannt zu machen. Eine Konkurrenzsituation zur Vok-Sammlung mit ihren vielen anatolischen Kelims sollte vermieden werden.

Auf Poppmeier haben die antiken Kelims aus Anatolien mit ihren uralten, geheimnisvollen Ornamenten, kühnen, abstrakt wirkenden Kompositionen und delikaten Farben eine ganz besondere Faszination ausgeübt. Sie sind folglich der Schwerpunkt der Sammlung. Den Zugang zu Kelims fand Poppmeier über seine langjährige Sammeltätigkeit im Gebiet der abstrakten europäischen Kunst der Moderne. Er begriff, daß die Werke der anonymen orientalischen Weberinnen den Arbeiten namhafter europäischer Künstler im Hinblick auf Bedeutung, Aussagekraft und Schönheit nicht nachstehen. Bei Poppmeier entwickelte sich eine tiefe Zuneigung zu den Werken der orientalischen Weberinnen. Ähnlich wie für Vok, waren ethnologische Aspekte für ihn nachrangig: ihm ging es primär um den künstlerischen Ausdruck.

Theodor Poppmeier hat ganz im Stillen agiert, wie es seinem Naturell entspricht. Als Sammlerpersönlichkeit war Poppmeier vor unserer Auktion nur einem kleinen Kreis von Eingeweihten bekannt. Das Gegenteil gilt für seine Kelims: 37 der 56 anatolischen Kelims, die im ersten Poppmeier-Katalog veröffentlicht sind, wurden schon vorher in einschlägigen Publikationen abgebildet und nahmen an Ausstellungen teil. Poppmeier hat auch Textilien aus anderen Kulturkreisen gesammelt: So stammten 29 Lose der ersten Auktion aus Zentralasien, dem Kaukasus, aus Peru, Marokko und Indonesien.

An der Auktion am 10. März, die wegen der vielen Gebote fast drei Stunden dauerte, beteiligten sich, wie bei den Vok-Auktionen, wieder Bieter aus der ganzen Welt, die entweder selbst anwesend waren oder am Telefon mitsteigerten. Besonders bemerkenswert war die starke Beteiligung von Sammlern aus der Türkei, die jetzt Kunstwerke aus ihrem eigenen Kulturkreis zurückkaufen. Sie erhielten einige der höchsten Zuschläge. Fast alle Lose wurden auf Anhieb verkauft, viele über den Schätzpreisen. Lediglich die marokkanischen Teppiche stießen zunächst auf wenig Resonanz und wurden überwiegend erst im Nachverkauf abgesetzt.

Einige Zuschlagspreise:

Lot 8 – 16.000 Euro
Lot 9 – 9.500 Euro
Lot 14 – 9.000 Euro
Lot 19 – 8.500 Euro
Lot 23 – 8.000 Euro
Lot 24 – 30.000 Euro
Lot 29 – 11.000 Euro
Lot 33 – 8.000 Euro
Lot 36 – 8.000 Euro
Lot 38 – 8.500 Euro
Lot 39 – 12.000 Euro
Lot 43 – 8.500 Euro
Lot 42 – 8.500 Euro
Lot 43 – 9.000 Euro
Lot 44 – 24.000 Euro
Lot 46 – 7.500 Euro
Lot 48 – 22.000 Euro
Lot 54 – 8.500 Euro
Lot 56 – 40.000 Euro
Lot 66 – 8.000 Euro
Lot 82 – 6.500 Euro
Lot 83 – 6.500 Euro

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