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POPPMEIER COLLECTION

Samstag 10. März 2018 um 15 Uhr

88 Lots
    • Lot1
    • HerkunftZentralanatolien
    • Abmessungen305 x 81 cm
    • Altervor 1800
    • Schätzpreis EUR2.800 - 3.500
    Eine Bahn eines ursprünglich zweibahnigen Kelims aus dem Großraum Konya, möglicherweise eine Arbeit der Hotamis-Turkmenen. Das spinnenartige Medaillon mit weitausgreifenden Armen, deren Konturen in unterschiedlichen Farben schraffiert sind, ist eine seltene Variante des turkmenischen Kelim-Güls, wie es stammestypisch von den Aydinli und den Hotamis verwendet wird. Mit seiner sehr hohen Webdichte und phantastischen Farben ist der Kelim sicherlich vor 1800 entstanden. Zwei Fragmente in der Sammlung McCoy Jones könnten Teile der anderen Hälfte desselben Kelims sein. - Einige Fehlstellen, an einem Ende reduziert.

    Vergleich:
    COOTNER/MUSE 1990, Tf. 53 *** ESKENAZI 1984, Tf. 12

    • Lot2
    • HerkunftSüdosteuropa, Bulgarien
    • Abmessungen138 x 106 cm
    • AlterMitte 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR1.800 - 2.400
    Kleinformatiger Sharkoy-Kelim mit grünem Feld, in dem rote Dreiecke ein schuppenartiges Grundmuster formieren. Darauf liegen in den Feldecken vier hausähnliche Formen, gruppiert um eine zentrale, aus konzentrischen Farbringen aufgebaute Raute. Die schwarzblaue Bordüre enthält für diese Kelims typische Dreiecksformen, die als stark abstrahierte Tierdarstellungen interpretiert werden können. Ein sehr fein gewebtes Stück mit klassischer Farbgebung. - Guter Zustand.

    Vergleich:
    STANKOV 1975, Nr. 313, S. 357

    • Lot3
    • HerkunftSüdwestanatolien
    • Abmessungen400 x 96 cm
    • Alter1. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR3.000 - 4.000
    Hälfte eines ursprünglich zweibahnigen Kelims mit weißem Feld, darauf ein sehr präzise gezeichnetes, farbenprächtiges Muster mit neun querliegenden Kartuschen, die eine mittlere Reihe kleiner, miteinander verbundener Rauten überlagern. Am von der Bordüre abgewandten Innenrand sind die Rauten und ihre Verbindungsmotive als durchlaufendes Stangenmotiv zu sehen. Die dunkelbraune Bordüre enthält Doppelhaken in unterschiedlichen Farben. Vermutlich stammt der Kelim aus dem Gebiet westlich von Isparta. Brüggemann nimmt an, daß das einprägsame Muster dieser Kelimgruppe von den Lotto-Teppichen abgeleitet ist. - Guter Zustand.

    Vergleich:
    BRÜGGEMANN 1993, Nr. 29 *** PETSOPOULOS 1991, Nr. 52 *** RAGETH 1990, Nr. 12 *** FRAUENKNECHT 1984, Tf. 30 *** KREISSL 2000, Nr. 32

    Veröffentlicht:
    PLOIER 1991, Nr. 41

    • Lot4
    • HerkunftZentralanatolien, Region Konya
    • Abmessungen162 x 101 cm
    • Alter1. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR3.000 - 3.700
    Der kleine Kelim mit einem schmalen roten Innenfeld ohne Muster, das von drei Bordüren breit umrahmt wird, stammt aus dem Gebiet von Obruk, einer östlich von Konya gelegenen Stadt. Er fällt durch die strahlende Leuchtkraft seiner Farben auf. Mit großer Sorgfalt hat die Weberin die wenigen Ornamente des Musters durch Farbwechsel und bestickte Konturen immer wieder leicht abgewandelt. Ein typisches Stilmerkmal der kleinformatigen Obruk-Kelims sind die reißverschlußartigen Konturen der Bordüren. Während die Mehrzahl dieser Kelims den Nischen-Typus repräsentiert (Beispiel: Lot 175 in unserer Auktion 85), gehört das Poppmeier-Stück zu einer seltenen Untergruppe ohne Nische. - Unterer Abschluß leicht beschädigt, sonst sehr guter Zustand.

    Vergleich:
    RIPPON BOSWELL, A 85, Lot 175

    Veröffentlicht:
    PLOIER 1991, Nr. 85

    • Lot5
    • HerkunftWestanatolien, Provinz Manisa
    • Abmessungen374 x 110 cm
    • Alterum 1800
    • Schätzpreis EUR3.500 - 4.500
    Hälfte eines weißgrundigen, ursprünglich zweibahnigen Kelims der Aydinli-Stammesgruppe. Die hexagonalen Medaillons auf der Mittelachse werden in typischer Weise durch breite, mehrfarbig gestreifte Bahnen mit horizontalen Haken eingerahmt. In den vom Hauptmuster freigelassenen Seitenbereichen des Feldes sehen wir ein dichtes Grundmuster aus geometrischen Figuren und stilisierten Tieren. Durch seine kraftvolle Formensprache und die hell leuchtenden Farben unterscheidet sich dieses frühe Exemplar von späteren Stücken der Gruppe. - Einige Fehlstellen, auf Leinwand montiert.

    Vergleich:
    ÖLÇER 1989. Tf. 17

    Veröffentlicht:
    PLOIER 1991, Nr. 53

    • Lot6
    • HerkunftWestliches Zentralanatolien, Provinz Eskisehir
    • Abmessungen260 x 127 cm
    • AlterMitte 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR1.800 - 2.400
    Weißgrundiger Kelim mit großen, zweigeteilten Elibelinde-Figuren. Das unverwechselbare, in anatolischen Kelims häufig vorkommende Motiv symbolisiert Fruchtbarkeit und Schutz. Es wird von manchen Autoren als Abbild einer steinzeitlichen Muttergottheit interpretiert. Gemeinsam ist allen Kelims dieser spezifischen Gruppe, als deren Provenienz das Gebiet um Sivrihisar angenommen wird, ein auffallend mildes Kolorit aus zarten Pastellfarben, wodurch sie sich von mustergleichen Exemplaren aus anderen Regionen, zum Beispiel dem Konya-Gebiet, unterscheiden. - Seitenränder nachgewebt, sonst gut erhalten.

    Vergleich:
    BALPINAR/HIRSCH 1982, Tf. 65 *** ESKENAZI 1984, Tf. 5 *** FRAUENKNECHT 1982, Abb. 11 *** KELIM-CONNECTION 2002, Tf. 9 *** PETSOPOULOS 1991, Nr. 33

    Veröffentlicht:
    PLOIER 1991, Nr. 25

    • Lot7
    • HerkunftWestliches Zentralanatolien, Provinz Eskisehir
    • Abmessungen111 x 166 cm
    • Alterum 1800
    • Schätzpreis EUR1.200 - 1.500
    Fragment eines Kelims der Sivrihisar-Gruppe. Erhalten sind der Elem mit Querstreifen, in denen reziprok angeordnete Dreiecke liegen, und ein Teil des Feldes mit einem großen, grünen Doppelnischen-Medaillon mit Parmakli-Konturen. Die dunkelbrauen Formen in den Randbereichen sind ebenfalls mit Parmakli-Konturen besetzt. Die S-förmigen Ornamente oberhalb des Medaillons sind Tierabstraktionen. Der weiße Feldgrund ist aus Baumwolle gewebt. - Einige Fehlstellen. Auf Leinwand aufgenäht und auf einem Holzrahmen montiert.

    Vergleich:
    ESKENAZI 1984, Tf. 8 *** VOK 1997, Nr. 34 = RIPPON BOSWELL, A 86, Lot 19 *** TÜRCK 1995, Tf. 22 *** BALPINAR/HIRSCH 1982, Tf. 14

    Veröffentlicht:
    PLOIER, HELMUT 1991, Nr. 71

    • Lot8
    • HerkunftZentralanatolien, Region Ankara
    • Abmessungen180 x 86 cm
    • Altervor 1800
    • Schätzpreis EUR2.500 - 3.500
    Das kleine Fragment mit einem Muster aus Querstreifen unterschiedlicher Breite, die reziprok angeordnete Dreiecke und Stufenpolygone mit kleinen Balkenkreuzen im Zentrum enthalten, beeindruckt durch die Klarheit seiner perfekt proportionierten Komposition und die wunderschönen Farben. Es macht einen sehr alten Eindruck. - Diverse Fehlstellen, auf braunen Filzstoff montiert.

    Veröffentlicht:
    MELLAART/HIRSCH/BALPINAR , BELKIS 1989, Vol. I, Nr. 5 *** DIENES/REINISCH 2001, Nr. 149

    • Lot9
    • HerkunftZentralanatolien, Kappadokien
    • Abmessungen420 x 150 cm
    • Altervor 1800
    • Schätzpreis EUR5.000 - 7.000
    Große Elibelinde-Ornamente in leuchtend bunten Farben, dicht zusammenstehend in versetzten horizontalen Reihen, bilden im braungrundigen Innenfeld des langen, an einem Stück gewebten Kelims ein ausdrucksstarkes Fliesenmuster. Die orangegrundige Bordüre ist mit Doppelhaken geschmückt, in den breiten, weißen Elems liegen große geometrische Figuren aus zwei sich gegenüberstehenden Dreiecken, die mit Haken besetzt sind. Zwei weitere Exemplare dieses spezifischen Typus' sind veröffentlicht. - Einige nachgewebte Stellen, insgesamt guter Zustand.

    Vergleich:
    KIRCHHEIM 1993, Nr. 100 *** RAGETH 1999, Tf. 46

    Veröffentlicht:
    PLOIER 1991, Nr. 27

    • Lot10
    • HerkunftNordwestanatolien
    • Abmessungen267 x 157 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR2.200 - 2.600
    Ob dieser feine, an einem Stück gewebte Kelim in den Farben der Yüncü-Arbeiten auch eine Yüncü-Stammesarbeit ist, wissen wir nicht genau, deshalb benennen wir ihn nach seinem als gesichert geltenden Herkunftsgebiet. In der Mitte des roten Feldes liegt ein breiter, dunkelblauer Vertikalbalken mit dem gleichen Muster aus stilisierten Nelken, das auch die Bordüren schmückt. Einige kleine S-Formen, uralte apotropäische Symbole, sind in die roten Bereiche des Feldes eingestickt. - Guter Zustand.

    Vergleich:
    KREISSL 2000, Tf. S. 47

    Veröffentlicht:
    PLOIER 1991, Nr. 6