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Grosse Frühjahrsauktion

Samstag 29. Mai 2021 um 15 Uhr

187 Lots
  • Schahsavan Taschenfront

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    • Lot1
    • HerkunftSüdostkaukasus, Region Moghan-Savalan
    • Abmessungen50 x 40 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR2.600
    Vorderseite einer seltenen Schahsavan-Tasche in Sumakh-Technik, früher Teil einer Khordjin. Das rote Feld, in dem versetzt angeordnete Kreuzmotive ein Rapportmuster bilden, wird effektvoll von einer Bordüre aus reziproken Zinnen in Braun und Weiß eingerahmt. - Guter Zustand.
    • Lot2
    • HerkunftÖstliches Zentralanatolien, Provinz Sivas
    • Abmessungen202 x 117 cm
    • AlterMitte 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR3.600
    Ein kurdischer Teppich aus dem Umkreis von Sarkisla, einer Stadt in der Provinz Sivas. Das dichte Rapportmuster aus versetzt gereihten Rauten, deren Hakenkonturen kleine weiße Blüten tragen, ist ebenso charakteristisch für diese Gruppe wie die reziproken, dicht verschränkten Hakenornamente in der Bordüre. Bereits 1922 wurde von Grote-Hasenbalg ein weißgrundiges Exemplar veröffentlicht. Hier liegt das Feldmuster aus lachsrotem Grund. - Kelimabschlüsse an beiden Enden erhalten, Seiten neu umwickelt, Braunkorrosion, insgesamt guter Zustand.

    Vergleich:
    GROTE-HASENBALG, WERNER, Der Orientteppich. Seine Geschichte und seine Kultur. Berlin 1922, Band II, Tf. 23 *** KREISSL, RAINER, Infinite Variety. Unendliche Vielfalt. Anatolia. München 2000, Nr. 17

    • Lot3
    • HerkunftSüdwestkaukasus
    • Abmessungen227 x 174 cm
    • Alter1. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR3.000
    Dieser frühe Kazak läßt sich keiner der bekannten Mustergruppen zuordnen. Das seegrüne, mit Hakenrauten unterschiedlicher Form und Größe geschmückte Innenfeld wird an beiden Enden von einem breiten weißen Querpaneel abgeschlossen, in dem zwei riesige, mit vier Doppelhaken besetzte Rauten liegen. Zwei rote Kastenformen mit kleinen Bäumen stoßen zur Feldmitte vor. Ein breiter gelber Rahmen mit Bäumen, Rauten und Blüten umgibt das Innenfeld. Die schmale weiße Hauptbordüre mit geometrisch stilisierten Rosetten wird von zwei reziproken Zinnenborten begleitet. - Deutliche Alters- und Gebrauchsspuren, Flor niedrig und stellenweise abgenutzt, Seiten neu umwickelt, beide Enden leicht reduziert.
    • Lot4
    • HerkunftSüdostkaukasus, Region Moghan
    • Abmessungen68 x 43 cm
    • AlterMitte 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR3.000
    Diese sehr seltene, fein gewebte Sumakh-Tasche der Moghan-Schahsavanen zeigt das "Schildkröten-Gül", das oft bei größeren Taschen vorkommt, in einer halbierten, dem kleinen Format angepaßten Version. Solche Stücke heißen bei den Schahsavan "Torbeh". Ein anderes Exemplar wurde 2008 bei uns versteigert. Vom Sammler in der Galerie Ostler, München erworben.- Die gestreifte Kelimrückseite wurde an einigen Stellen restauriert, die seitlichen Vernähungen sind nicht erhalten. Vorderseite in gutem Zustand.

    Vergleich:
    RIPPON BOSWELL, A 72, 29. November 2008, Lot 128

  • Schahsavan Mafraschseite

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    • Lot5
    • HerkunftSüdostkaukasus, Region Moghan
    • Abmessungen55 x 53 cm
    • AlterMitte 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR1.800
    Schmalseite einer Mafrasch der Schahsavanen aus der Region Moghan-Savalan, gewebt in feiner Sumakh-Technik. Rapportmuster aus flachen Hexagonen in unterschiedlichen Grundfarben, darin Stufenpolygone, die mit winzigen Blüten besetzt sind. In der weißen Bordüre eine Ranke mit Sternblüten und diagonalen Blättern. Daß es sich nicht um eine Taschenfront handelt, beweisen die beiden roten Abschlußkelims an den Enden, denn bei einer Tasche wäre der obere Abschluß eine Verschlußleiste. Wertheim hat eine Taschenhälfte mit identischer Musterung veröffentlicht. Vom Sammler bei der Galerie Ostler in München erworben. - Leichte Alters- und Gebrauchsspuren, reparierte Stellen im oberen Kelim.

    Vergleich:
    WERTIME, JOHN T., Sumak Bags of Northwest Persia & Transcaucasia. London 1998, Nr. 92 *** IL MERCANTE D'ORIENTE (Hrsg.), shahsavan. mafrash & khorjin. Verona 1986, Tf. 45

    • Lot6
    • HerkunftSüdwestkaukasus
    • Abmessungen239 x 175 cm
    • AlterMitte 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR3.600
    Zwei mächtige, getreppte Polygone beherrschen das rote Feld dieses frühen Kazaks. Zwischen ihnen liegt in der Feldmitte ein kleines flaches Oktogon, das auf gelbem Grund eine zentrale Hakenraute enthält. Das Sekundärmuster besteht aus acht sterngefüllten Oktogonen. Über den Grund sind kleine Rauten, Diagonalkreuze und winzige weiße Rauten, die wie Schneeflocken anmuten, verteilt. - Ein anderes Exemplar dieses seltenen Typus', mit derselben Bordürengestaltung, wurde schon 1902 von Mumford publiziert. - Alters- und Gebrauchsspuren, Flor stellenweise niedrig, Braunkorrosion. Originalschirazi, Reste der roten Abschlußkelims an beiden Enden erhalten.

    Vergleich:
    MUMFORD, JOHN KIMBERLEY, Oriental Rugs. New York 1901 (2. Auflage 1902, Tf. III *** RIPPON BOSWELL, A 75, 29. Mai 2010, Lot 160

    • Lot7
    • HerkunftNordwestpersien, Aserbaidschan
    • Abmessungen296 x 215 cm
    • Alter2. V. 20. Jh.
    • Schätzpreis EUR7.500
    Dieser seltene Medaillon-Teppich aus einer der Meisterwerkstätten in Täbriz fällt durch den geometrischen Stil seines Musters auf, das dadurch moderner wirkt als bei anderen, in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts in Täbriz geknüpften Teppichen. Vermutlich handelt es sich um eine Auftragsarbeit nach dem Entwurf eines Designers, der sich einerseits noch der Tradition verpflichtet fühlte, andererseits aber neue Wege beschreiten wollte. Feine Knüpfung, hervorragende Florwolle, kleine Details in Seide, schöne Farben. - Sehr guter Zustand.
    • Lot8
    • HerkunftWestliches Zentralpersien, Chahar Mahal
    • Abmessungen359 x 137 cm
    • AlterAnfang 20. Jh.
    • Schätzpreis EUR2.000
    Der lange Bachtiari-Kelim aus einem der Dörfer in der Region Chahar Mahal wurde in der Technik mit einfach verhängten Schüssen gewebt, ist also ein schlitzloses Gewebe und deshalb für den Gebrauch als Bodenteppich besser geeignet als ein Schlitzkelim. Das dichte, mosaikartige Feldmuster aus kleinen getreppten Formen und Kreuzen auf nachtblauem Grund wird im Iran als "Sternenhimmel" bezeichnet. - Sehr guter Zustand.

    Vergleich:
    TANAVOLI, PARVIZ, Persian Flatweaves. Woodbridge 2002, Tf. 109

    Veröffentlicht:
    SADIGHI NEIRIZ, HAMID & HAWKES, KARIN, Kelims und andere Flachgewebe aus der Sammlung Neiriz. Calbe o. J. (2014), Nr. 82

    • Lot9
    • HerkunftSüdpersien
    • Abmessungen187 x 126 cm
    • Alter2. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR2.300
    Ein seltener Kirman im Dozar-Format mit spitzovalem, weinrotem Zentralmedaillon, in dem blaue Arabesken ein kleineres dunkelblaues Medaillon mit Blütenfüllung umrahmen. In den Ecken des weißen Feldes stehen Granatapfelbäume, auf deren Ästen Vögel sitzen. Das hervorstechendste Merkmal ist das Muster in der breiten weißen Hauptbordüre: ein regelmäßiger Wechsel aus schlanken Zypressen und dazwischenstehenden Wachsoldaten, die den Säbel präsentieren. - Alters- und Gebrauchsspuren, Flor gleichmäßig niedrig, Seiten neu umwickelt, beide Enden reduziert.
  • Schahsavan Taschenfront

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    • Lot10
    • HerkunftNordwestpersien, Aserbaidschan
    • Abmessungen54 x 58 cm
    • Alter1. H. 19. Jh.
    • Schätzpreis EUR1.500
    Taschenfront der Khamseh-Schahsavanen in Sumakh-Technik, früher Teil einer Khordjin. Im Feld zwei rote und eine mittlere, blaugrüne Querbahn gleicher Breite, darin sind Fabeltiere und Bäume aufgereiht. Weißgrundige Bordüre mit Syrga-Vogelabstraktionen, die durch eine Stange verbunden sind. Der archaische Zeichenstil und die stark patinierten Farben deuten auf ein hohes Alter hin. Bei den meisten Taschen dieses besonderen Typus' ist die mittlere Bahn schmaler und abweichend gemustert. Oben ist die Verschlußleiste noch erhalten, unten Reste der roten Kelimrückseite. Vom Sammler bei der Galerie Ostler in München erworben. - Leichte Alters- und Gebrauchsspuren, nachgewebte Stellen am oberen Abschluß, sonst guter Zustand.

    Vergleich:
    FRAUENKNECHT, BERTRAM, Schahsavan Sumakh Taschen. Fürth 1993, Nr. 36